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Göttingen Die „Physikanten“ zu Gast in der Uni Göttingen
Campus Göttingen Die „Physikanten“ zu Gast in der Uni Göttingen
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13:19 15.04.2013
Gitarrensolo im Namen der Wissenschaft: Moderator und „Physikanten“-Gründer Marcus Weber spielt eine Laser-Gitarre. Quelle: Heller
Göttingen

Die „Physikanten“ aus Witten sind deshalb mit ihrer Mischung aus Unterhaltung und Wissenschaft sehr erfolgreich, nun waren sie im Rahmen der „Euro-Physics-Fun“-Konferenz, auf der sich Wissenschaftler mit Showtalent aus der ganzen Welt treffen, im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen zu Gast.

Anscheinend eilt der Gruppe um Moderator Marcus Weber ihr guter Ruf voraus: Die Vorführung des vor ihrer Show aufgezeichneten Interviews mit Astronaut Reinhold Ewald wird vom Publikum kurzerhand weggeklatscht. Zu groß scheint dem überwiegend jungen Publikum die Versuchung des Show-Mottos zu sein: „Learning by Burning“ statt Geschichten aus dem Weltall – ein weiteres Indiz des Erfolges der „Physikanten“.

Der experimentelle Teil des Abends beginnt mit einer anschaulichen Vorführung der Zentrifugalkraft, die dafür sorgt, dass ein Wasserglas vorrübergehend auf dem Kopf stehen kann, ohne dass sich sein Inhalt auf den Moderatoren ergießt. Dieser scheint ein geborenes Showtalent zu sein.

Zur Begleitung seines herrlich-prüden Partners spielt er zu einem Hip-Hop-Beat ein Lasergitarrensolo. Dabei verwandelt eine Solarzelle das Licht des Laserpointers zu Strom, der die Membran eines Verstärkers zum Schwingen bringt. Weber bringt es auf den Punkt: „Physik ist Musik“ –  für jeden auch ohne abstrakte String-Theorie verständlich gemacht.

Von ganz anderer Schönheit ist ein Experiment, das mit elektromagnetischer Wechselwirkung funktioniert. Eine quallenförmige Plastikfolie und ein PVC-Leitungsstab werden durch Reibung negativ aufgeladen, die Abstoßung der gleichen Ladungen hält die Plastiktüte majestätisch in der Luft – was das Publikum merklich fasziniert.

Es muss halt doch nicht immer gleich etwas brennen. Arnulf Quadt, Professor an der Fakultät für Physik und Leiter der Göttinger Show „Zauberhafte Physik“, weiß um den wichtigen Effekt des Staunens: „Physik-Shows sind eine Methode der Wissenschaftskommunikation“, sagt er in seiner Begrüßung. Und deshalb locken sie nicht zuletzt die Physiker von morgen an.

Von Jonas Rohde

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