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Göttingen Diversität und Nachhaltigkeit beim „Festival der Vielfalt“ im Mittelpunkt
Campus Göttingen Diversität und Nachhaltigkeit beim „Festival der Vielfalt“ im Mittelpunkt
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16:43 13.07.2018
Besucher des „Festivals der Vielfalt“ auf dem Kleinen Campus. Quelle: Foto: Pförtner
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Göttingen

Zentrum des Festivals war der sogenannte „Kleine Campus“, der sich zwischen dem Zentralen Hörsaal-Gebäude (ZHG) und dem Gebäudeteil des Studentenwerks Göttingen befindet. Auf einer kleinen Bühne eröffneten hier um 12.30 Uhr Rene Rahrt, Vorsitzender des AStA, und Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Georg-August-Universität, das Festival.

In Anschluss begann bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen das inhaltliche Programm. Der AStA hatte eine Vielzahl an Workshops und Kursen vorbereitet. Auf einer „Initiativen-Straße“ konnten sich insgesamt zehn Gruppen und Projekte präsentieren (mehr hierzu im separaten Text). Der Klimaschutz der Stadt Göttingen, der Hochschulsport sowie die Techniker Krankenkasse waren ebenfalls mit Ständen vertreten. „Wir haben uns entschieden, die Aspekte Diversität und Nachhaltigkeit beim Festival in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte der AStA-Vorsitzende Rahrt.

„Festival für breitere Masse öffnen“

Der AStA habe das „Mitmachen“ dabei stärker als in den vergangenen Jahren in den Vordergrund stellen wollen: „Wir versuchen, das Festival für eine breitere Masse zu öffnen. Zuletzt war es häufig sehr schwerpunktlastig“, sagte Rahrt, der die Zahl der Festival-Besucher auf 1500 schätzte. „Es war unser Anspruch, ein vielfältiges Festival zu organisieren, bei dem wir alle Studenten mitnehmen“, ergänzte Wiebke Lühmann, Diversitätsbeauftragte des AStA im Sozialreferat.

Lühmann organisierte vier Kurse zu den Themen Diversität und Anti-Diskriminierung. Unter anderem einen „Wendo“-Schnupperkurs: Im Nachtclub „Stilbrvch“ lernten Frauen grundlegende Techniken der Selbstverteidigung kennen. Auch für einen Einstiegsworkshop zum Thema „geschlechtliche Vielfalt“ zeichnete Lühmann verantwortlich: „Ich habe reflektierende und kritische Fragen zu dem Thema vorbereitet. Es soll im Kurs weniger um die Vermittlung von allgemeingültigem Wissen gehen. Vielmehr wollen wir Denkanstöße liefern“, sagte Lühmann im Vorfeld. Im ZHG konnte währenddessen ein „Nachhaltigkeitskino“ besucht werden, bei dem junge Filmemacher ihre Projekte zum Thema Nachhaltigkeit präsentierten.

Uni begrüßt Festival

„Das Universitäts-Präsidium begrüßt die Aktivitäten des AStA sehr“, sagte Uni-Vizepräsidentin Casper-Hehne. Mit dem Festival würden drei strategische Komponenten der Universität angesprochen werden. „Dabei handelt es sich um Diversität, Nachhaltigkeit und Internationalität. Wir haben die Aktivitäten des AStA gern unterstützt“, so Casper-Hehne.

„Wir freuen uns sehr, dass uns das Präsidium unterstützt“, sagte Ann-Catrin Gras, die gemeinsam mit Michael Khan hauptverantwortliche Organisatorin des Festivals war. „Im Großen und Ganzen hat in der Vorbereitung alles gut funktioniert“, so Gras. Die ersten Rückmeldungen seien gut gewesen.

Musik bis in den Abend

Neben dem inhaltlichen hatte der AStA auch ein kulturelles Programm organisiert: Über den gesamten Nachmittag wird die Bühne auf dem Kleinen Campus, auf der vor allem Bands von Studenten und Mitarbeitern der Uni auftreten, mit Musik bespielt. Am Abend legt der DJ „Basskammer“ auf. „Wir wollen einen schönen Sommerabend hier am Campus genießen und das Semester zusammen ausklingen lassen“, sagte Organisatorin Gras am Nachmittag.

Zehn Projekte präsentieren sich auf der „Initiativen-Straße“

Der AStA ermöglichte es zehn Initiativen und Projekten, sich auf der sogenannten „Initiativen-Straße“ auf dem Festival-Gelände vorzustellen. „Wir wollen Studierenden eine Plattform und den Rahmen geben, sich zu präsentieren“, sagte Rene Rahrt. Manche Initiativen seien direkt vom AStA angesprochen worden, andere hätten sich über eine Ausschreibung beworben.

„Für uns ist es eine schöne Gelegenheit, mit anderen Gruppen in Kontakt zu treten“, so Anna Raddatz von der Terres-des-Femmes-Hochschulgruppe Göttingen. „Neben sozialen Medien ist dies eine der wenigen Plattformen, auf denen wir uns präsentieren und neue Leute gewinnen können“, ergänzte ihr Kollege Konstantin Schütz. Daniela Hartwig vom Queeren Zentrum Göttingen schätzte diese Möglichkeit ebenfalls: „Es ist wichtig, sichtbar und präsent mit seinen Anliegen zu sein. Ich finde es gut, dass die Stände hier sehr vielfältig, abwechslungsreich und interessant sind.“ Weitere Stände auf der „Initiativen-Straße“ hatten unter anderem die Aktion Jugend rettet, die Refugee Law Clinic Göttingen, Studieren ohne Grenzen, Amnesty International und Arbeiterkinder.de.

Von Filip Donth

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