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Göttingen Doppelte Ehrenprofessor-Würde für Bertram Brenig
Campus Göttingen Doppelte Ehrenprofessor-Würde für Bertram Brenig
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13:57 23.05.2018
Ehrenprofessur in Moskau: Göttinger Wissenschaftler Betram Brenig. Quelle: r
Göttingen

Seltene Auszeichnung für Göttinger Wissenschaftler: Der Veterinärmediziner und Molekularbiologe Prof. Bertram Brenig, Direktor des Tierärztlichen Instituts an der Fakultät für Agrarwissenschaften der Universität Göttingen, ist erneut mit einer Ehrenprofessur ausgezeichnet worden. Brenig wurde für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Molekulargenetik und funktionalen Genomik von der Moskauer Staatlichen Akademie für Veterinärmedizin und Biotechnologie geehrt. Bereits 2016 hatte der Wissenschaftler eine Ehrenprofessur der Jiangxi Agricultural University in China erhalten und ist damit einer der ganz wenigen Wissenschaftler mit einer doppelten internationalen Ehrenprofessur. Brenig war bereits in den 90er Jahre als einer der führenden Experten in der BSE-Forschung international bekannt geworden.

Besondere Verdienste um die Veterinärmedizin

Seit etwa fünf Jahren, so berichtet Brenig, arbeiten er und sein Team mit den russischen Kollegen zusammen. Die Diagnostik von Krankheiten aber auch der Nachweis der Trächtigkeit im Blut der Tiere, das seien Forschungsbereiche, an denen sowohl in Moskau als auch in Göttingen gearbeitet wird. „Wir arbeiten am gleichen Thema, hier mit molekularem, dort mit biochemischem Schwerpunkt“, so Brenig. Während der Verleihung der Ehrenprofessur in Moskau würdigte der Rektor Moskauer Akademie, Prof. Fyodor Vasilevich, in seiner Laudatio die „besonderen wissenschaftlichen Verdienste Brenigs um die Veterinärmedizin“. Er leiste mit seinen Arbeiten einen entscheidenden Beitrag zur züchterischen Verbesserung der Tiergesundheit und des Tierwohls mit außergewöhnlicher internationaler Strahlkraft, so die Pressestelle der Göttinger Universität.

„Treibende Kraft“ für weitere Forschungen

„Ich freue mich über die Auszeichnung und sehe als Betätigung und Anerkennung unserer gemeinsamen Arbeit“, sagt der Göttinger Wissenschaftler. Solche Kooperationen seien es doch, die Ansporn und „treibende Kraft“ für weitere Forschungen sind.

Schwere Orden im Handgepäck

Die hohe wissenschaftliche Auszeichnung bringe im Alttag aber kaum Vorteile, so Brenig. Als er nach der Auszeichnung in China mit einem Koffer voller Orden als Handgepäck einchecken wollte, habe das die Flughafen-Mitarbeiter beispielsweise nicht interessiert. Er musste die Orden wegen ihres Gewichtes als ganz normales Gepäck aufgeben. Auch der Titel Ehreprofessor helfe nicht bei Visa-Anträgen oder anderen Formalitäten. „Es ist eine Anerkennung, aber kein Türöffner“, sagt Brenig.

Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Brenig, Jahrgang 1959, ist seit 1993 an der Universität Göttingen tätig. Im gleichen Jahr erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Molekularbiologie der Nutztiere. Sowohl von 1997 bis 2000 als auch von 2008 bis 2011 war er Dekan der Fakultät für Agrarwissenschaften. Er ist ordentliches Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Er war außerdem von 2003 bis 2009 Senator der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Mitglied des Bewilligungs- und Hauptausschusses der DFG.

Von Britta Bielefeld

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