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Drei neue Studiengänge für Orthopädietechnik

„Orthobionik“ Drei neue Studiengänge für Orthopädietechnik

Drei neue Studiengänge im Bereich der Orthobionik, also der Verschmelzung der Biomechanik mit der Orthopädietechnik, bietet die Private Hochschule Göttingen (PFH) ab Oktober an.

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Baustelle: Blumentritt, Hasenpusch, Frömmel und Albe (von links) im künftigen Ausbildungsbereich.

Quelle: Hinzmann

Die Studierenden lernen im PFH Skills Lab Orthobionik, das derzeit im Universitätsklinikum direkt neben der Mensa entsteht. Auf zwei Ebenen baut das Duderstädter Medizintechnik-Unternehmen „Otto Bock Health-Care“ für rund 900        000 Euro Labore und Seminarräume, Werkstätten und Plätze zur Patientenversorgung. Gesamtgröße: 800 Quadratmeter.

Otto Bock hat die Einführung des neuen Angebots, das nach Darstellung der PFH bundesweit einmalig ist, initiiert. „Wir gehen bedarfsgetrieben vor“, erläutert Michael Hasenpusch, der im Otto-Bock-Vorstand für Fragen der Technologie zuständig ist. „Der Fortschritt in der Orthopädietechnik ist rasant“, ergänzt Prof. Siegmar Blumentritt, der die Forschung der Otto Bock Health-Care leitet. Die immer komplexere Technik verlange Orthopädietechnikern zunehmend ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse ab. Gleichzeitig benötigten sie medizinisches Wissen. Außerdem stehen sie intensivem Kontakt mit dem Patienten.

Der neue Bachelorstudiengang Orthobionik richtet sich an Personen, die später Sanitätshäuser führen werden, sagt PFH-Vizepräsident Prof. Frank Albe. Entsprechend werden auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt. 24 000 Euro Studiengebühren muss der Student der privaten Bildungseinrichtung insgesamt zahlen. Die Universität Göttingen bereitet derzeit einen Masterstudiengang vor, den sie ab 2014 anbieten will.

Die beiden Masterstudiengänge der PFH, die jeweils 18 Monate berufsbegleitend laufen, richten sich an andere Zielgruppen. Für Fachärzte der Unfallchirurgie und der Orthopädie ist der Master für Medizinische Orthobionik gedacht. Er vermittelt Orthetik und Prothetik, also die Unterstützung oder den Ersatz von Körperteilen. Für Ingenieure, Physiker und Sportwissenschaftler ist der Master Sports-/Reha-Engineering kreiert. Er stellt das ingenieurwissenschaftliche Wissen in den Mittelpunkt. Die Gebühren für die beiden Master-Studiengänge belaufen sich auf 18 000 Euro. Die PFH rechnet zunächst mit jeweils 20 Studienanfängern in den drei Bereichen.

Von Michael Caspar

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