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Göttingen Ein Stück Weltraum in Göttingen
Campus Göttingen Ein Stück Weltraum in Göttingen
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06:16 18.11.2012
Hebt niemals ab: Das Großraumflugzeug im DLR dient unter anderem der Kabinensimulation. Quelle: Heller
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Die Veranstaltungen in der Südstadt und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) demonstrieren vor allem den Einfluss der Forschung auf unterschiedliche Dienstleistungen und Produktionsverfahren. Zusammen mit der HAWK beweisen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Mathematische Institut der Georg-August-Universität, wie wichtig physikalische und mathematische Erkenntnisse für unseren Alltag sind.

Es dürfte weitgehend unbekannt sein, dass inmitten Göttingens ein Großraumflugzeug zu finden ist, das in der Nacht des Wissens besichtigt werden kann. Das DLR untersucht hier, wie das Flugzeugklima verbessert werden kann. Auch die Vakuumkammer, mit der ein Stück Weltraum auf Erden produziert werden kann, ist Besuchern zugänglich. Diese und andere Programmpunkte werden durch einen Lichtpfad verbunden, der die Besucher durch die unterschiedlichen Forschungsbereiche der Einrichtung geleitet.

Im Mathematischen Institut zeigt Prof. Anita Schöbel in einem Vortrag, wie lange Wartezeiten im Bahnverkehr vermindert werden können: Wann immer eine Verspätung auftritt, kann das System der Anschlusszüge durch mathematische Verfahren zeitlich optimiert werden – es kommt schon jetzt bei der Deutschen Bahn zum Einsatz. Thematisch weniger frustig sind dagegen die Angebote, die Bastelei und geometrische Spiele mit Mathematik verbinden: In einem Origami-Kurs oder einem Vortrag über die Geometrie von Fußbällen wird deutlich, wie viele Dinge mathematisch erklär- und erfahrbar gemacht werden können.

Ein Shuttlebus verbindet die genannten Einrichtungen in der Bunsenstraße mit der HAWK auf den Zietenterrassen. Hier wird vor allem über Laser- und Plasmatechnologie informiert. In einer Vorführung erörtert Prof. Wolfgang Viöl anhand mehrerer Experimente, ob Laser tatsächlich als Lichtschwerter taugen könnten.

Prof. Karl-Josef Schalz stellt dagegen den Nutzen der aktiven Schwingungsdämpfung vor, die die Felder der Mechanik, Elektronik und Regelungstechnik miteinander verbindet. Ihre Erkenntnisse finden beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt oder der Sicherheits- und Medizintechnik Anwendung.

jro

Das vollständige Programm der Nacht des Wissens mit Stadtplan und Raumangaben ist abrufbar im Internet unter ndw.uni-goettingen.de

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