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Einzigartiges Forschungszentrum in Göttingen

Akademie der Wissenschaften Einzigartiges Forschungszentrum in Göttingen

Nach zweijähriger Bauzeit hat die Akademie der Wissenschaften ein weiteres Haus eröffnet. Im Gebäude in der Geiststraße sind die meisten Forschungsprojekte untergebracht.

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Die Akademie der Wissenschaften in Göttingen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Nach zweijähriger Bauzeit hat die Akademie der Wissenschaften ein weiteres Haus eröffnet. Im Gebäude in der Geiststraße sind die meisten Forschungsprojekte untergebracht.

Raumnot war es, die die Akademie zum Handeln zwang. Geldgeber zeigten sich einsichtig, und so wurde der Umbau eines Gebäudes in der Geiststraße 2013 in Angriff genommen. Matthias Rüger von der ausführenden „Göttinger Architekten Werkstatt“ erläuterte während des Festaktes einige Stationen der Geschichte des Hauses.

Gebäude mit langer Geschichte

1850 wurde das Ernst-August-Spital für die Universität als erstes Mehrspartenkrankenhaus gebaut. Später wurde es mehrfach erweitert und saniert. Ein Studentenwohnheim wurde dort eingerichtet, später stand es leer und wurde wiederum von Studenten besetzt. Die Akademie belegt jetzt 1500 Quadratmeter, verteilt über drei Stockwerke. Überzählige Räume hat die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung bezogen.

3,5 Millionen Euro hat die Universität Göttingen für den Umbau bezahlt. Das Land, bei der Eröffnung der neuen Akademie vertreten durch die Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić  (Bündnis 90/Die Grünen), übernimmt die Mietkosten.

Außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Die Akademie der Wissenschaften ist eine traditionsreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Sie beherbergt überwiegend geisteswissenschaftliche Langzeit-Projekte. So wird beispielsweise die Überarbeitung der ältesten Teile des von den Brüdern Grimm begonnenen Projekts Deutsches Wörterbuch in diesem Jahr abgeschlossen, ein Projekt, bei dem die DDR und die BRD beim Start schon kooperierten.

Das Frühhochneudeutsche Wörterbuch wird dort ebenso bearbeitet wie „Johann Friedrich Blumenbach online“, eine Neuausgabe von Originaltexten des Naturforschers, der Lehrer von Alexander von Humboldt war, die Erschließung seiner Korrespondenz, eine Rekonstruktion seiner Sammlung naturhistorischer Objekte und anderes. Neben dem neuen Domizil sind Forschungs- und Geschäftsstelle der Akademie im Lagarde-Haus am Friedländer Weg und in der Theaterstraße untergebracht. pek

Die Universität als Eigentümerin des Gebäudes hat die ehemalige Hals-Nasen-Ohrenklinik zwei Jahre lang nach den Bedürfnissen der Akademie umgebaut. „Für die Wissenschaft hat sich die Mühe schon gelohnt. Das Haus in der Geiststraße ist zu einem Haus des Geistes geworden. Es ist ein geisteswissenschaftliches Forschungszentrum entstanden, das in Niedersachsen einzigartig ist“, sagte Akademiepräsident Prof. Andreas Gardt.

Heinen-Kljajić erinnerte an die Fördergeldvergabe 2015 und 2016 an die Akademien in Deutschland, bei denen die Göttinger Akademie auf Platz zwei gelandet war, und wertete das als Beleg für die Leistungsfähigkeit der Einrichtung. Sie mahnte allerdings auch eine Öffnung zu den Naturwissenschaften hin und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an. Auch solle die Akademie mehr mit der Universität kooperieren, sagte Heinen-Kljajić.

Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel bezeichnete das neue Gebäude als „richtigen Denkort, an dem die Mehrzahl der Foschungsprojekte jetzt sein kann“. Alle Editionen und Wörterbücher seien jetzt in einem Haus untergebracht. Und weiter: „Die Akademie ist ein wichtiges Mitglied von Göttingens Campus.“ Gemeinsam solle jetzt in die nächste Runde der Exellenzinitiative gestartet werden.

Nähere Informationen unter www.adw-goe.de

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