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Göttingen Fortsetzung für Else-Kröner-Forschungskolleg
Campus Göttingen Fortsetzung für Else-Kröner-Forschungskolleg
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18:22 16.09.2018
Das Else-Kröner-Forschungskolleg an der Universitätsmedizin Göttingen wird fortgesetzt. Quelle: CH
Göttingen

Das Else Kröner-Forschungskolleg für „Molekulare Therapie und Prädiktion bei gastrointestinalen Malignomen“ an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) fördert seit dem Jahr 2014 die wissenschaftliche Ausbildung junger Fachärzte im Bereich der Krebsforschung. Die erste Förderperiode brachte mehrere erfolgreiche Publikationen, einen internationalen Kongress und breite Zustimmung unter den Geförderten und ihren betreuenden Arbeitsgruppen hervor. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) unterstützt jetzt das Kolleg für eine weitere Förderperiode mit 1 Million Euro.

„Die Fortsetzung des Kollegs ist eine hervorragende Bestätigung für unser gemeinsames Kollegprojekt“, sagt Prof. Matthias Dobbelstein, Sprecher des Kollegs und Direktor des Instituts für Molekulare Onkologie der UMG. „Nun können wir weiterhin jungen Ärztinnen und Ärzten auf ihrem dualen Karriereweg zwischen Klinik und Forschungslabor helfen.“

Die Forschungsprojekte des Else Kröner-Forschungskollegs sind im Bereich der Grundlagenforschung zu Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs angesiedelt. Beide Tumorarten werden ähnlich behandelt und sind zudem wichtige Forschungsschwerpunkte der UMG und des UniversitätsKrebszentrums Göttingen (G-CCC).

In der Vorbereitungsphase können die Kollegiaten bei der Schärfung ihrer wissenschaftlichen Fragestellungen wie auch bei der Auswahl des betreuenden Forschungslabors nach eigenen Interessen entscheiden. Das ermöglicht eine individuelle Anpassung an ihre Facharztausbildung, die dann für ein Jahr pausiert wird. Somit bleibt Zeit für die wissenschaftlichen Experimente des eigenen Forschungsprojektes. Bei Interesse kann das Forschungsjahr auch im Ausland absolviert werden, das stärkt den internationalen Austausch innerhalb der Wissenschaft. Im Anschluss werden die Kollegiatinnen und Kollegiaten selbstständig ihre Forschungstä-tigkeiten in den Klinikalltag integrieren und ihr persönliches Wissenschaftsprofil wei-terentwickeln.

Neben dem strukturellen Rahmen des Kollegprogramms und der finanziellen Unterstützung erhalten die Kollegiaten auch eine ideelle Förderung. Dazu gehören eine professionelle Begleitung durch Mentoren, Weiterbildung in Methodenkursen und die Teilnahme und Organisation wissenschaftlicher Kongresse, wie dem EKFS-Symposium, das im November 2017 in Göttingen stattfand. Auch der Austausch mit naturwissenschaftlichen Doktoranden und zwei weiteren Else Kröner-Forschungskollegs in Magdeburg und Frankfurt erweitern die Ausbildung der Clinician Scientists.

Im Rahmen des Else Kröner-Promotionskollegs oder des Jakob Henle-Programms der UMG können sich forschungsorientierte Studierende der Humanmedizin an der UMG bereits während des Studiums für ihre medizinische Doktorarbeit wissenschaftlich orientieren. Mit seiner Fortsetzung ergänzt das Else Kröner-Forschungskolleg weiterhin das Angebot der UMG an Karrieremöglichkeiten für forschende Ärzte. „Das Göttinger Kolleg war eine wichtige Basis meiner wissenschaftlichen Entwicklung“, sagt Dr. Lena-Christin Conradi. Als ehemalige Kollegiatin führt Conradi ihre Ausbildung zur Fachärztin fort und plant gleichzeitig den Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe.

Von Angela Brünjes

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