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Eltern-Kind-Bereich in Göttinger Medizinbibliothek eröffnet

Ohrensessel, Handpuppen, PC und Wickelraum Eltern-Kind-Bereich in Göttinger Medizinbibliothek eröffnet

  Eltern mit kleinen Kindern haben es jetzt beim täglichen Studium oder wissenschaftlichen Arbeiten leichter: Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat in der Bereichsbibliothek Medizin der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) einen Eltern-Kind-Bereich eröffnet.

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Eröffnung des Eltern-Kindbereichs: Alina Stulle (Vizepräsidentin der Fachschaft Medizin), Dr. Sebastian Freytag (Vorstand UMG), Dagmar Härter (Leiterin Bereichsbibliothek Medizin der SUB), Anja Lipschik (Gleichstellungsbeauftragte UMG).

Quelle: umg

GÖttingen. Die neuen Räumlichkeiten sind mit rund 80 Quadratmetern Fläche großzügig bemessen. Sie umfassen einen 50 Quadratmeter großen offenen Bereich, ein 23 Quadratmeter großes Arbeitszimmer sowie einen Still- und Wickelraum mit acht Quadratmetern Größe. Die neue Umge-bung soll ein Ort für Eltern und Kinder sein, der zum Verweilen, Lesen, Ausruhen, Recherchieren, Spielen, Warten, Arbeiten, Telefonieren, Stillen, Wickeln und für Be-sprechungen mit anderen Personen genutzt werden kann.

Eltern und Kinder können so nahe zusammen bleiben, eine gesonderte Betreuung durch Dritte ist nicht notwendig. Das Projekt entwickelt und vorangetrieben hat Anja Lipschik, Gleichstellungsbeauftragte der UMG, unterstützt von der Leiterin der Bereichsbibliothek Medizin der SUB, Dagmar Härter.

Der große offene Bereich ist ausgestattet mit Sofa, Hocker, Tisch und weiteren Spielmöglichkeiten für Kinder. Das Arbeitszimmer hat einen Arbeitsplatz mit Schreibtisch, PC, Telefon- und Internetanschluss sowie einem Besprechungstisch mit Konferenzstühlen, ein Sitz- und Ruheelement sowie einer Babyhängematte. Der Raum kann im Voraus reserviert werden. Er kann aber auch ohne Anmeldung genutzt werden. Zudem stehen im Still- und Wickelraum ein Ruhesessel, Flaschenwärmer und eine Wickelauflage bereit, er hat natürlich einen Wasseranschluss. Alle Steckdosen sind kindersicher und die Türen haben einen Klemmschutz.

Die kinderfreundliche Ausstattung ist üppig. So gibt es unter anderem Handpuppen, rund 1000 naturbelassene Bauklötze, Wandholzspiel, einen Leuchttisch mit Legematerial, Holz-puppenwagen, einen Ohrensessel für Kinder, einen CD-Player und Hörspiele für Kin-der bis zehn Jahre sowie Kinderbücher für Kinder von null bis zwölf Jahre und zum Vorlesen. Zudem können in der Medizinbibliothek zwei mobile Spielekoffer ausgelie-hen werden: ein Koffer für Kinder von drei bis fünf Jahren und ein Koffer für Kinder von sechs bis zehn Jahren.

Bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten und Kinderspielflächen sagte Dr. Sebastian Freytag, Vorstand Administration und Wirtschaftsführung der UMG: „Der neue Eltern-Kind-Bereich in der Medizinbibliothek verbessert in einem nächsten, wichtigen Schritt das familienfreundliche Angebot an der UMG ganz gezielt. Der Eltern-Kind-Bereich kommt genau dorthin, wo er gebraucht wird, nämlich vor Ort, zentral in die Bibliothek. Das hier umgesetzte Konzept nutzt diesen zur Verfügung stehenden Bereich optimal.“ Anja Lipschik, Gleichstellungsbeauftragte der UMG, sagt: „Mich freut besonders, dass bei dem neuen Eltern-Kind-Bereich alle Beteiligten so kooperativ und zielführend zusammengearbeitet haben.

Die Finanzierung haben die Studierenden wie die Forschenden und Lehrenden aus ihren Töpfen mitgetragen. Das Kon-zept konnte dadurch sinnvoll und in relativ kurzer Zeit umgesetzt werden. Bei der Konzeptentwicklung haben wir uns an den Bedürfnissen der Eltern und Kinder orientiert. Was mir am besten gefällt ist, dass man jetzt in der Bibliothek die Kinder und ihre Eltern sieht. Das heißt hier wird Familie und Studium oder Beruf sichtbar. Das trägt zu einem Kulturwandel bei: Sie sind mit Kind willkommen, wir haben einen Ort für sie – mittendrin. Es ist Teilhabe.“ Die Leiterin der Bereichsbibliothek Medizin der SUB, Dagmar Härter, sagt: „So einen Eltern-Kind-Bereich habe ich noch in keiner Medizinbibliothek gesehen. Ich freue mich, dass wir junge Eltern dadurch noch besser unterstützen können.“

Die Kosten des Eltern-Kind-Bereichs liegen bei rund 120000 Euro und teilen sich in die Umbaukosten (105.000 Euro) und die Ausstattung (15.000 Euro). Sie wurden fi-nanziert aus Mitteln der Studienbeiträge und Mitteln für die Gleichstellung aus den Forschungstöpfen des IRTG (International Research Training Group) 1816, SFB (Sonderforschungsbereich) 1002, SFB TRR (Transregio) 43 und dem SFB 889.

Die Öffnungszeiten des Eltern-Kind-Bereiches sind: Montag bis Freitag von 8 bis 24 Uhr und Sonnabend/Sonntag und an Feiertagen von 8 bis 22 Uhr, die Nutzung der Räume und Materialien ist kostenfrei.

eb

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