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Göttingen Entscheidung für Präsidenten-Wechsel 2011
Campus Göttingen Entscheidung für Präsidenten-Wechsel 2011
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19:53 08.01.2010
Aulagebäude am Wilhelmsplatz: Im rechten Obergeschoss-Flügel hat der Präsident sein Büro. Quelle: Heller

Amtsinhaber Figura ist seit Januar 2005 im Amt. Er stammt, wie auch seine Vorgänger – Soziologe Horst Kern, die Juristen Hans-Ludwig Schreiber und Norbert Kamp – aus den Reihen der Göttinger Universitätsprofessoren. Und als der Molekularbiologe Figura im Jahr 2004 gewählt wurde vom Senat, war auch sein Gegenkandidat ein Göttinger: der damalige Professor für Chemie und heutige Geschäftsführer des Studentenwerks Göttingen Jörg Magull.

Inzwischen sind überregionale Stellenausschreibungen für den Präsidentenposten vorgegeben. Danach sucht die seit 2003 als Stiftung des öffentlichen Rechts agierende Traditionsuniversität Georgia Augusta „eine Persönlichkeit, die auf hervorragende Leistungen in Forschung und Lehre, Leitungserfahrungen in einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung sowie in internationalen Wissenschaftskooperationen“ verweisen kann. Darüber hinaus werden „hohes Qualitätsbewusstsein und Durchsetzungskraft“ oder „Kommunikationskompetenz und Integrationsfähigkeit“ gefordert. Qualitäten, die Hochschulmanager auszeichnen und die zunehmend für Präsidentenposten an deutschen Hochschulen gefragt sind.

Derzeit hat die Findungskommission die Aufgabe, eine Person zu empfehlen, die dem Senat vorgeschlagen wird. Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VW-Stiftung und Vorsitzender von Stiftungsrat und Stiftungsausschuss der Georg-August-Universität, ist Vorsitzender der Kommission. Deren Besetzung gibt das Niedersächsische Hochschulgesetz (NHG) so vor: „besteht aus drei (...) vom Stiftungsrat und vom Senat aus ihrer Mitte bestellten stimmberechtigten Mitgliedern sowie einem vom Fachministerium bestellten Mitglied mit beratender Stimme; den Vorsitz führt ein stimmberechtigtes Mitglied (...) des Stiftungsrats.“ Deren Empfehlung erörtern Senat und Stiftungsrat gemeinsam. Dann fordert das NHG-Protokoll auch noch „bei Hochschulen in der Trägerschaft einer Stiftung legt der Senat seinen Entscheidungsvorschlag dem Stiftungsrat zur Entscheidung vor.“

Wenn das vorgegebene Procedere ohne Komplikationen, Kandidaten können es sich anders überlegen oder Senat und Stiftungsrat einigen sich nicht auf einen Kandidaten, abläuft, wird mit einem Abschluss des Verfahrens im Frühjahr gerechnet. Das liege an der „für die Position üblichen Größenordnung der Bewerbungen“, ließ Universitätssprecher Dr. Bernd Ebeling auf Tageblatt-Anfrage wissen und erklärte: „Wir bitten um Verständnis dafür, dass in Personalangelegenheiten der Vertraulichkeitsgrundsatz gilt und wir Details wie die genaue Zahl der eingegangenen Bewerbungen nicht veröffentlichen.“

Von Angela Brünjes

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