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Göttingen Jodel-Gründer kommen nach Göttingen
Campus Göttingen Jodel-Gründer kommen nach Göttingen
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13:16 21.05.2018
Screenshot der Jodel-App Quelle: Madita Eggers
Göttingen

Mit einem Klick ermöglicht „Jodel“ das Verfassen von anonymisierten Beiträgen, die in einem Umkreis von zehn Kilometern für andere Nutzer sichtbar sind. Dabei dient die App als Ratgeber, Frustablasser und Muntermacher. Die Anonymität ermuntert viele offener über Probleme, aber auch über Sachen, die sie nicht leiden können, zu schreiben. So ist beispielsweise eine der meist geupvoteten Antworten auf die Tageblatt-Frage, warum Jodel genutzt wird: „Pöbeln.“ Aber auch „Langeweile töten“ und „Liebe“ waren beliebte Antworten. Ein anderer Nutzer schreibt, „Ich beantworte immer gerne Fragen“ und spielt damit auf die Ratgeber-Funktion an.

Europaweit mehr als 1,5 Millionen Nutzer

Erfunden wurde die App 2014 in Aachen von Alessio Avellan Borgmeyer. Mit seinen WG-Freunden Tim Schmitz, Niklas Henckell und Alexander Linewitsch leitet er das Unternehmen. Mittlerweile hat Jodel mehr als 1,5 Millionen Nutzer und wird in ganz Deutschland und anderen europäischen Ländern genutzt.

Das Prinzip ist einfach: Man braucht kein Profil und keinen Benutzernamen, sondern schreibt anonym Nachrichten, sogenannte Jodel. Diese können von den anderen Nutzern hoch- oder heruntergevotet werden. Hat ein Jodel fünf Minus-Votes wird er gelöscht. Für die Upvotes eigener Jodel gibt es Karmapunkte. Die Jodel mit den meisten Upvotes werden unter der Kategorie „Lauteste Jodel“ angezeigt.

Seit November 2016 gibt es zusätzlich die sogenannten „Heimat-Funktion“. Diese ermöglicht es den Nutzern, Beiträge an einem Ort, an dem sie sich momentan nicht befinden, zu lesen und zu verfassen, jedoch, ohne dass sie dafür Karma-Punkte erhalten können.

Screenshot der Jodel-App Quelle: Madita Eggers

Jodler helfen Jodlern

Verschiedene Themenchannels ermöglichen den Nutzern, in passende Chats ihr Anliegen zu posten. In Göttingen gehört der „JhJ-Jodler helfen Jodlern“-Channel zu den drei beliebtesten. Fragen wie „Kann mir jemand sagen, ob ich mit dem Studententicket bis nach Fulda komme?“ oder „Kann mir einer ein gutes Piercing-Studio in Göttingen empfehlen?“ erhalten meist zahlreiche nützliche Antworten.

Es gibt auch Channels, die nichts mit dem Studium oder der jeweiligen Jodel-Stadt zu tun haben: Im „Jodelzoo“ erfreuen sich die Nutzer an Katzenfotos und beantworten Postings wie, „Wie sehen eure Kaninchen-(oder Meerschweinchen) Gehege aus? Ich brauche noch ein paar Inspirationen.“

ASTA lädt Jodel-Gründer ein

Um die Erfolgs- und Unternehmungsgeschichte der Jodel-App der Hauptzielgruppe – den Studierenden – näher zu bringen, hat der Allgemeine Studierendenausschuss (ASTA) der Universität Göttingen unter anderem Community-Manager Henckell eingeladen. Unter dem Motto „Jodel goes Göttingen!“ erzählen die Jodel-Gründer im Hörsaal 105 des Zentralen Hörsaalgebäudes, Platz der Göttinger Sieben 5, wie sie es geschafft haben, ihr Unternehmen bekannt zu machen und wie sie mit dem Unternehmensmodel Geld verdienen, teilt der Asta mit.

Von Madita Eggers

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