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Erfolge bei der Behandlung angeborener Herzfehler

Tag des herzkranken Kindes Erfolge bei der Behandlung angeborener Herzfehler

Der 5. Mai 2009 ist der „Tag des herzkranken Kindes“. Das Herzzentrum Göttingen und der Elternverein Gekko informieren mit einem Aktionsstand im Uniklinikum. Die Fachgesellschaften der deutschen Herzchirurgen und Kinderkardiologen verweisen auf die medizinischen Fortschritte bei der Behandlung von Neugeborenen mit Herzfehlern. 

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Schonende Technik für jugendliche Patienten: Der 14-jährige Andre Fischer erhielt 2008 am Uniklinikum Göttingen die erste mit Katheter eingeführte Herzklappe.

Quelle: Pförtner

Mit Aktionen für Kinder informieren das Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen und der Verein „Göttinger Eltern kardiologischer Kinder Kontaktgruppe (Gekko)“ über Herzerkrankungen im Kindesalter. Sie wollen damit auf mögliche Probleme bei der Diagnose „Herzfehler“ aufmerksam machen. Am Dienstag, 5. Mai,  von 11 bis 14 Uhr können sich Eltern und alle Interessierte an einem Aktionsstand in der Westhalle des Universitätsklinikums Göttingen austauschen. „Wir wollen an diesem Tag auf unsere Herzkinder aufmerksam machen. Wir wollen ihnen zeigen, wie wichtig  sie uns sind“, sagt Heike Bauer, Vorsitzendedes Vereins.

In Deutschland kommen jedes Jahr rund 6800 Kinder mit angeborenen Herzfehlern zur Welt. Damit ist jedes 100. neugeborene Kind betroffen. Pro Jahr werden in Deutschland über 5000 Operationen bei Früh- und Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen durchgeführt, um die angeborenen Herzfehler teilweise oder vollständig zu beheben. Rund 50 Prozent dieser Eingriffe erfolgen bereits im Säuglingsalter. 

„Während vor 30 Jahren ein angeborener Herzfehler häufig zum Tod des Kindes führte, erreichen dank der verbesserten Diagnostik und der Weiterentwicklung operativer und interventioneller Möglichkeiten heute rund 85 Prozent aller betroffenen Neugeborenen in Deutschland das Erwachsenenalter“, sagte Professor Friedhelm Beyersdorf, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, anlässlich des Aktionstages der Elternverbände herzkranker Kinder. 

Ein gutes Beispiel dafür, welche immensen Fortschritte in der Behandlung angeborener Herzfehler erreicht werden konnten, sei der Rückgang der Sterblichkeit bei einem der schwersten angeborenen Herzfehler, dem so genannten Hypoplastischen Link herzsyndrom, das jährlich bei rund 70 Neugeborenen in Deutschland auftrete, ergänzte Professor Armin Wessel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie. „Dabei sind die linke Herzkammer und deren Herzklappen aufgrund mangelnder Entwicklung kaum funktionsfähig, so dass der Körper des Neugeborenen nur unzureichend mit dem lebensnotwendigen sauerstoffreichen Blut versorgt wird. Unbehandelt führt diese Fehlbildung zwangsläufig zum frühen Tod des Kindes, bis vor wenigen Jahren der Normalfall. 

Durch die vorgeburtliche Früherkennung, die bereits unmittelbar nach der Geburt eingeleitete kinderkardiologische Versorgung und die Etablierung einer innovativen Operationsmethode in den vergangenen Jahren konnten auch in Deutschland die Überlebensraten der betroffenen Kinder auf nahezu 80 Prozent gesteigert werden.“ 

Der Tag des herzkranken Kindes wurde 1994 vom Bundesverband herzkranker Kinder initiiert. Seitdem wird jährlich am 5. Mai auf die Probleme von herzkranken Kindern und die medizinische Entwicklung in der Behandlung hingewiesen.

Gekko

Gekko (Göttinger Eltern kardiologischer Kinder Kontaktgruppe) ist eine Teilgruppe des bundesweit tätigen Vereins „Herzkind“. Der Verein wurde im November 1999 von betroffenen Familien für die Region Südniedersachsen, Nordhessen und Westthüringen gegründet. Die Kontaktgruppe informiert und unterstützt Familien mit herzkranken Kindern. 

chb

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