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Erfolgreich im Professorinnenprogramm

Gleichstellungskonzept der UMG Erfolgreich im Professorinnenprogramm

Im Wettbewerb um die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Ländern ausgeschriebene Förderung von Professorinnen hat die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit ihrem Gleichstellungskonzept erfolgreich abgeschnitten. Die UMG konnte für fünf Jahre insgesamt 625000 Euro einwerben.

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Anja Lipschik, UMG-Gleichstellungsbeauftragte.

Quelle: EF

Göttingen. Dabei finanziert der Bund mit 375000 Euro 50 Prozent einer W2-Professur. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit 250000 Euro an den gleichstellungsfördernden Maßnahmen, zu deren Finanzierung sich die UMG aus den frei werdenden Mitteln verpflichtet hat. Der Zeitraum für die Bewilligung beträgt fünf Jahre. Unabhängig von oben genannten Förderungen fließen zusätzlich aus dem VW-Vorab-Programm „Professorinnen für Niedersachsen“ 270000 Euro als Anschubfinanzierung in die W2-Professur.

Die Bewilligung der Gelder wurde gekoppelt an die Verpflichtung, gleichstellungsfördernde Maßnahmen in Höhe von 750000 Euro umzusetzen. Eine Voraussetzung dafür war die positive Begutachtung des Gleichstellungskonzepts der UMG. Aus diesem geht hervor, wie der Anteil an Frauen dort erhöht werden kann, wo sie unterrepräsentiert sind. In der Medizin gibt es unter den Studierenden mit 64 Prozent einen hohen Frauenanteil, in der Spitze –  unter den W3-Professuren - betrug der Frauenanteil im Jahr 2014 jedoch nur 13,8 Prozent.

Die UMG hat mit der Ruferteilung an Prof. Simone Scheithauer auf die W2-Professur für Krankenhaushygiene und Infektiologie die Voraussetzung für die Förderung einer Regelprofessur geschaffen. Durch diese Förderung werden Finanzmittel frei, die nun über einen Zeitraum von fünf Jahren in die Gleichstellung investiert werden müssen.

Schwerpunkt bleibt die Gewinnung von Frauen für die Wissenschaft und in Leitungspositionen. „Deshalb kommt der Post-Doc Phase eine besondere Bedeutung zu. Finanzielle Forschungsförderung allein reicht nicht aus. Es braucht Karriereberatung, bessere Planbarkeit von Karrierewegen, Netzwerke als institutionelle Struktur, effizientere Forschungsförderung und mehr Anstrengung im Vorfeld bei Berufungsverfahren“, so Anja Lipschik, Gleichstellungsbeauftragte der UMG.  

Der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und einem Kulturwandel hin zu einer familienfreundlicheren Wissenschaft gilt das zweite Augenmerk der Maßnahmen. So wird 2016 erstmals ein „Vereinbarkeitspreis“ ausgelobt. Mit diesem Preis sollen Anstrengungen einzelner Führungskräfte und Leitungen gewürdigt werden, die besonders gute strukturelle oder Einzelfall-Lösungen umgesetzt haben. Für Studierende soll ein Familienabschlussstipendium angeboten werden. chb/umg

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