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Urbane Lebenswelten in Kurdistan

Erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb Urbane Lebenswelten in Kurdistan

Am Wettbewerb „Kreativität im Studium“ der Universität Göttingen hat Arne Bänsch erfolgreich teilgenommen. Vier Wochen kann der 26-Jährige, der an der Georgia Augusta Iranistik und Politikwissenschaften studiert, für eine Fotoreportage das irakische Kurdistan bereisen.

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Fotografie von Arne Bänsch: Frauen am See Zarivar bei der iranisch-kurdischen Stadt Marivan. Die Aufnahme entstand während des Auslandsstudiums.

Quelle: Arne Bänsch

Göttingen. Von Kurdistan sei den meisten Menschen in Nord- und Mitteleuropa nur das Bild entlegener Gegenden bekannt, ist die Erfahrung von Bänsch. „Ich will dorthin, um das moderne Kurdistan zu zeigen“, hat sich der Student vorgenommen, der seit Juni auch für das Tageblatt fotografiert. Die vierwöchige Reportage-Reise im September/Oktober in die Autonome Region Kurdistan kann er durch die erfolgreiche Teilnahme am Kreativitätswettbewerb verwirklichen.

Das vorderasiatische Siedlungsgebiet der Kurden liegt verteilt auf die Staaten Irak, Iran, Syrien und Türkei. Den iranischen Teil Kurdistans hat Bänsch zum Ende seines Auslandsstudiums in Teheran im vergangenen Jahr kennengelernt. „Ich habe im Iran viele Reisen unternommen. Gegen Ende meines Aufenthalts habe ich mich gefragt, was habe ich noch nicht gesehen?“ Seine Bekannten berichteten, „Kurdistan ist total schön“. Dieser Meinung ist Bänsch inzwischen auch. Im Iran hat er die weiten Landschaften Kurdistans gesehen, war in den Städten Sanandaj und Marivan oder am See Zarivar.

Nun will er das städtische Leben in den Metropolen Erbil und Sulaimaniyya abbilden. Es sind die beiden größten Städte der Autonomen Region Kurdistan auf irakischem Gebiet. „Erbil ist die internationale Metropole, Sulaimaniyya mehr die kulturelle“, beschreibt Bänsch den Unterschied. In den Städten möchte er die verschiedenen urbanen Lebenswelten fotografieren. Sein Ziel ist eine „Reportage über Menschen“. Kontakte hat er bereits über die dortigen Hochschulen, elf gebe es allein in Erbil mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern, knüpfen können. Bänsch geht davon aus, dass er mit dem Abbilden von Lebensrealitäten auch das moderne, urbane Bild von Kurdistan vermitteln kann. Erstmal wird er fotografieren, nach der Reise die Fotos beurteilen und dann „würde ich gerne das Material für eine Ausstellung sichten oder einem Magazin eine Fotoreportage anbieten.“

„Mein Kurdisch ist nicht besonders gut, aber ich kann mich damit verständigen“, antwortet er auf die Frage, wie er mit den Menschen ins Gespräch kommen will. Besser spricht er Persisch und Englisch - „damit kommt man gut vorwärts“, meint Bänsch. Dass er Zugang zu den Menschen finden wird, ist er sich sicher: „Ich glaube, Kurdistan ist offener als andere Länder in der Region, die islamisch geprägt sind.“

Studentische Projekte im Wettbewerb

„Kreativität im Studium“ ist für den gleichnamigen Wettbewerb der Universität Göttingen gefordert. Unterstützt von der AKB-Stiftung können Studierende nach erfolgreicher Teilnahme Projekte umsetzen, die wichtige Erfahrungen zusätzlich zum Studium vermitteln. 2015 gingen für den sechsten Wettbewerb 53 Projektskizzen ein, 14 davon wurden prämiert. Dazu zählt ein Blick von Flüchtlingen auf typisch deutsche Gepflogenheiten, ein Mathematik-Seminar für Jugendliche oder das Projekt „Wälderwärts“, das Kindern und Jugendlichen Naturerfahrungen vermitteln will.

Weitere Informationen zum nächsten Wettbewerb unter www.uni-goettingen.de/kreativitaet-im-studium

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