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Göttingen Ersatzorgan vom Schwein
Campus Göttingen Ersatzorgan vom Schwein
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00:17 22.07.2016
Bei der Transplantation vom Gewebe eines Schweines kann es zu Komplikationen kommen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Bei der Transplantation vom Gewebe eines Schweines kann es zu Komplikationen kommen. Der menschliche Körper stößt die fremden Organe oft ab. Um diese Reaktionen zu mildern, arbeiten Wissenschaftler interdisziplinär besonders in den Gebieten der Diabetes- und Herzforschung zusammen. Mit Kooperationspartnern anderer Universitäten versucht sich das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen an Transplantationen von Schweine-Organen bei nicht-menschlischen Primaten, wie Pavianen, Rhesusaffen und Javaneraffen. „Bevor man Xenotransplantate bei kranken Menschen einsetzen kann, müssen die Methoden

in Tiermodellen getestet werden“, sagt Yvonne Knauf, verantwortliche Tierärztin innerhalb des Kooperationsprojektes am DPZ. Diesen Tests ging eine Reihe von Untersuchungen an Mäusen voraus. Dank der Ergebnisse aus den Teststrecken seien zwei Schweineherzen bereits auf dem Weg zur klinischen Anwendung. In Tierschutzfragen werde bei den versuchen höchster auf das 3R-Prinzip gelegt: Replace, Reduce, Refine – (zu deutsch: ersetzen, reduzieren und verfeinern).

Aufgrund der Erfolge in der letzten Förderperiode wird der Sonderforschungsbereich Transregio 127 nun erneut von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 15 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 unterstützt. Das Primatenzentrum erhält davon rund 1,5 Millionen Euro.

„Die stark begrenzte Verfügbarkeit menschlicher Spenderorgane ist ein weltweites Problem“, sagt Franz-Josef Kaup, Projektleiter am DPZ. Das Zentrum wolle zu neuen Ansätzen beitragen, die schlussendlich ihren Weg bis zum Patienten finden.   

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