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Göttingen Erster Brown Bag Lunch an der Universität Göttingen
Campus Göttingen Erster Brown Bag Lunch an der Universität Göttingen
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20:12 11.04.2018
Birgit Schmidt von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen referierte über die Möglichkeiten von Open Access Publikationen.  Quelle: Sven Grünewald
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Göttingen

Die Familie der Austauschformate an der Universität Göttingen hat Zuwachs erhalten. Mit dem Brown Bag Lunch gibt es nun jeden zweiten Mittwoch im Monat die gemeinsame Mittagspause mit Impulsreferat und anschließendem Austausch.

12 Uhr, Wilhelmsplatz – wo früher in der alten Mensa Essen serviert wurde, warten Äpfel und Kaffee auf die, die ihr Mittag mal etwas anders verbringen möchten. Und so aß und trank mancher der rund 20 Besucher, während Birgit Schmidt von der Universitätsbibliothek die Möglichkeiten von Open Access Publikationen vorstellte.

Spezifische Fragen von den Lunch-Gästen

Open Access – die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten in frei zugänglichen Zeitschriften, ist seit Jahren ein Trendthema. Wie Schmidt zeigte, gab es an der Universität Göttingen im Jahr 2016 insgesamt 3503 Publikationen, von denen inzwischen 1016 in Open Access Zeitschriften veröffentlicht wurden, sei es exklusiv dort oder zusätzlich. Das entspricht einer Quote von etwa 29 Prozent. Die Universität fördert mit ihrer Open Access Strategie diese Publikationen, unter anderem auch finanziell.

Im Anschluss an den Vortrag zeigten einige sehr spezifische Fragen, dass der Gedanke des Austauschs zum Vortragsthema auf einen Bedarf traf. „Ich gebe selbst eine Working Paper Series heraus, die ,gender<ed> thoughts goettingen’ und hatte daher konkrete Fragen zum Thema Open Access“, sagt Solveig Lena Hansen, Postdoc in der Medizinethik. „Deshalb bin ich wegen des Fachvortrags hier. Aber auch das Format ist sehr passend und eine gute Möglichkeit, seine freie Mittagszeit zu nutzen.“

Viele Informationen

„Die Informationen zu Open Access kann man sich natürlich auch aus dem Netz holen“, sagt Katja Suckow, Postdoc in der Psycholinguistik. „Aber den Austausch dazu nicht. Von diesem Treffen habe ich für mich viele konkrete Informationen und Kontakte mitgenommen, an die ich mich mit Fragen wenden kann. Ich hoffe, dass das Format weiter so stattfindet.“

Birgit Schmidt von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen referierte über die Möglichkeiten von Open Access Publikationen.  Quelle: Sven Grünewald

Zustimmung fand bei den Besuchern vor allem die Art der Veranstaltung – entspannt in der Mittagszeit und mit einer Stunde Dauer ein überschaubarer Rahmen. „Die Universität ist sehr dezentral organisiert, es gibt aber einige Themen, die fachübergreifend alle interessieren. Doch es fehlt der Austausch untereinander. Genau darum geht es mir“, sagt Clara Helming, im Uni-Fundraising tätig. Auch Anne Marie Bessette, Mitarbeiterin im Alumnibereich, ist vorbeigekommen, „weil der Brown Bag Lunch eine nette Idee ist. Für mich ist interessant, in der Pause mehr darüber zu erfahren, was die Universität macht.“

Internen Dialog stärken

Der Brown Bag Lunch ist Teil der Kommunikationsoffensive der Universität und ihrer Campus-Partner, betont Camille Couralet, die Koordinatorin der Campus Strategie an der Universität. Die Exzellenzstrategie habe dazu geführt, Fragen der strategischen Weiterentwicklung der Universität anders zu denken und den internen Dialog zu stärken, um mehr Impulse aufzunehmen. Der Brown Bag Lunch soll aufzeigen, wie die Universität in aktuell relevanten Entwicklungen selbst tätig wird und so fachübergreifend den Austausch untereinander befördern.

Mittwochmittag zum Brown Bag Lunch

So geht es beim Brown Bag Lunch weiter: „Karrierewege in der Wissenschaft. Das Tenure-Track-Programme and Measure Beyond“ am 9. Mai, Labore auf dem Campus am 13. Juni, Forum Wissen und Wissenstransfer am 11. Juli. Alle Veranstaltung beginnen um 12 Uhr in der Alten Mensa, Wilhelmsplatz 3. Anmeldung unter www.goettingen-campus.de.

Von Sven Grünewald

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