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Göttingen Ethnologische Sammlung zeigt erstmals Polynesien-Objekte
Campus Göttingen Ethnologische Sammlung zeigt erstmals Polynesien-Objekte
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22:15 03.01.2010
Häuptling von den Marquesas-Inseln: Keule als Rangabzeichen. Quelle: EF
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Wo bisher die Cook/Forster-Sammlung zu sehen war, ist demnächst der Platz der neuen Polynesien-Dauerstellung. Die Cook-Forster-Objekte sind auf Reisen und werden bis Februar 2011 in Bonn, Wien und Bern gezeigt. An ihre Stelle in der Ethnologischen Sammlung kommen Exponate von der polynesischen Inselwelt, die aus der Zeit nach den Reisen von 1768 bis 1780 des Entdeckers James Cook stammen. „Die kulturellen Artefakte und künstlerischen Schöpfungen von der Osterinsel bis nach Samoa und von Hawaii bis nach Neuseeland ermöglichen einen spannenden Einblick in die unterschiedlichen Zeiträume der Begegnung mit den Europäern, von der Zeit der Aufklärung bis in die Zeit kolonialer Expansion um die Wende zum Jahrhundert“, erklärt Krüger.
Die „Highlights der Ausstellung“, erläutert Krüger, setzen sich zusammen aus Holzschnitzereien der Maori von Neuseeland, Rangabzeichen von Häuptlingen aus Samoa und von den Marquesas-Inseln, Schmuck adeliger Frauen von Hawaii, figürlichen Darstellungen vergöttlichter Ahnen der Osterinsel sowie Rindenbaststoffen und fein geflochtenen Matten und Körben aus Westpolynesien, die dort in der Vergangenheit zu den wertvollsten Besitztümern und Tauschgaben überhaupt zählten. Diese seien auch heute noch als Erbstücke bei Hochzeiten und politischen Anlässen von größter zeremonieller Bedeutung, erklärt Krüger, der zur Eröffnung der Ausstellung einen Vortrag halten wird.
Die Ausstellungskonzeption erarbeitete Krüger mit Studierenden in einer Lehrveranstaltung. Diese war verbunden mit dem Besuch von Sammlungen in Leipzig, Bonn, Frankfurt und Stuttgart, um dort Objekte zu untersuchen und Anregungen für die Auswahl der Exponate in der Göttinger Polynesien-Ausstellung zu finden.
Eröffnung der Polynesien-Ausstellung am Sonntag, 10. Januar, um 11.15 Uhr in der Ethnologischen Sammlung der Universität, Theaterplatz 15.

Von Angela Brünjes

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