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"Wissenschaft beim Göttinger Literaturherbst" Ferne Welten, nahe Beziehungen

Klimawandel, wahre Klugheit und ferne Außerirdische sind drei von von neun Themen, die Wissenschaftsautoren beim Göttinger Literaturherbst vorstellen. Vom 21. bis 30. Oktober wird die Reihe "Wissenschaft beim Göttinger Literaturherbst" zum zehnten Mal in der Paulinerkirche stattfinden.

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Stellen die Reihe "Wissenschaft beim Göttinger Literaturherbst" vor: Johannes-Peter Herberhold, Theo Geisel, Gregor Eichele und Walter Stühmer (von links).

Quelle: CR

Göttingen. Die Kooperation von Literaturherbst und Max-Planck-Instituten (MPI) in Göttingen hat sich bewährt: Dadurch sei die Kontaktaufnahme mit Wissenschaftlern deutlich erfolgreicher, so Johannes-Peter Herberhold bei der Programmvorstellung am Dienstag. An den vier beteiligten Max-Planck-Instituten schlagen die Mitarbeiter interessante Neuerscheinungen aus der Wissenschaftsliteratur vor. Die Auswahl erfolge im Kollegenkreis, die Einladung ebenfalls über die Institute, berichtete Prof. Walther Stühmer vom MPI für experimentelle Medizin über das Procedere. In diesem Jahr zeige dass Programm sehr deutlich, dass Wissenschaft multidisziplinär sei.

Und die Autoren setzen sich mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auseinander, fasste Prof. Theo Geisel vom MPI für Dynamik und Selbstorganisation zusammen. Er stellte unter anderem das Buch von Hans Joachim Schellnhuber vor, das unter dem martialischen Titel "Selbstverbrennung" den Klimawandel analysiert. Die These des Klimaforschers lautet: "Wenn wir weiter in so hohem Maße fossile Energieträger verbrennen, müssten wird Ende des Jahrhunderts mit einer Erderwärmung von drei bis vier Grad Celsius rechnen."

Um zwischenmenschliche Beziehungen und die Rolle von Klugheit geht es dem Schweizer Psychologen Allan Guggenbühl. Er habe anhand von Beispielen aus Schule und Politik, Bildung und Wirtschaft gezeigt, dass ein großer Wissensschatz noch nicht reicht, um klug zu sein, so Prof. Gregor Eichele vom MPI für biophysikalische Chemie, der das Werk "Die vergessene Klugheit" vorstellte.

Ob es Lebewesen in anderen Teilen des Universums gibt und wie sie leben, ist eine Frage, die nicht nur die Österreicherin Lisa Kaltenegger umtreibt. Die Astrophysikerin, die an der amerikanischen Cornell Universität forscht, sucht nach Anzeichen von Lebewesen in den Atmosphären erdähnlicher Planeten. "Sie beleuchtet eine interessante Frage und hat das Thema sehr einfach erklärt", sagte Stühmer bei der Programmvorstellung. Kaltenegger eröffnet mit ihrer Lesung aus "Sind wir allein im Universum?" die Vortragsreihe am Freitag, 21. Oktober.

Über ihr Buch diskutiert sie mit Prof. Sami Solanki vom MPI für Sonnensystemforschung. Die Veranstaltung ist nach Angaben von Literarturherbst-Geschäftsführer Herberhold bereits bald ausverkauft. Insgesamt wurden für "Wisssenschaft beim Göttinger Literaturherbst" bereits mehr als 500 Eintrittskarten verkauft, so der Veranstalter.

Lisa Kaltenegger: "Sind wir allein im Universum? Meine Spurensuche im All" am Freitag, 21. Oktober.

Bert Hölldobler: "Der Superorganismus: Kommunikation, Kooperation und Konflikt in Ameisengesellschaften" am Sonnabend, 22. Oktober.

Allan Guggenbühl: "Die vergessene Klugheit" am Sonntag, 23. Oktober. Metin Tolan: "Die Star Trek. Warum die Enterprise nur 158 Kilo wiegt und andere galaktische Erkenntnisse" am Dienstag, 25. Oktober. 

Hans Joachim Schellnhuber: "Selbstverbrennung. Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff" am Mittwoch, 26. Oktober.

Ian Goldin: "Age of Discovery. Navigating the risks and rewards of our new renaissance" am Donnerstag, 27. Oktober.

Armin Nassehi: "Die letzte Stunde der Wahrheit. Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und die Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss" am Freitag, 28. Oktober.

Helen Pearson: "The life project. The extraordinary story of our ordinary lives" am Sonnabend, 29. Oktober. Michael Shermer: "The moral arc: How science makes us better people" am Sonntag, 30. Oktober.

Alle Lesungen beginnen um 19 Uhr im in der Universitätsbibliothek, Alfred-Hessel-Saal, Papendiek 14.

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