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Göttingen Festakt und Alumnitreffen in China
Campus Göttingen Festakt und Alumnitreffen in China
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17:28 28.10.2009
Festakt in China: Delegationen der Universitäten Göttingen und Nanjing. Quelle: pug

Das Jubiläum war für beide Hochschulen zugleich der Anlass, die künftige Zusammenarbeit auszubauen. Die Universitätspräsidenten Prof. Kurt von Figura und Prof. Chen Jun unterzeichneten vier Verträge, darunter zwei zur Weiterführung der gemeinsamen Institute für Rechtswissenschaft und für Interkulturelle Germanistik und Kulturvergleich. Der Studierendenaustausch, der bislang in vier Studiengängen bestand, wird nun auf alle Fakultäten ausgeweitet. Mit dem neuen „Exzellenzprogramm Deutsch“ bekommen außerdem auch Studierende außerhalb der Germanistik die Chance, an verschiedenen Fakultäten in Nanjing die deutsche Sprache zu erlernen.

Figura sprach beim zentralen Festakt von einer engen und fruchtbaren Partnerschaft zwischen den Universitäten mit dem Rechtsinstitut als herausragendem Beispiel: „Da China eine der Schwerpunktregionen in der Internationalisierungsstrategie der Universität Göttingen bildet, arbeiten wir intensiv am weiteren Aufbau gemeinsamer Forschungsprojekte und Studiengänge sowie am verstärkten Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden.“

Außerdem hatte die Universität Göttingen ihre in China lebenden ehemaligen Studierenden und Wissenschaftler zu einem großen Alumni-Treffen und zur Gründung einer chinesischen Alumni-Vereinigung eingeladen. Der neue Verein zählt 90 Gründungsmitglieder. Alumni-Regionalgruppen sollen in Peking, Nanjing, Xi’an, Guangzhou, Shenyang und Hongkong entstehen. Das nächste Jahrestreffen findet in der chinesischen Hauptstadt Peking statt.

Zum Programm gehörten neben dem Festakt und einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit Workshops in mehreren Fakultäten und ein Fußball-Freundschaftsspiel zwischen den beiden Hochschulen, das die Chinesen 3:1 gewannen. Der frühere Botschafter Chinas in Deutschland Ma Canrong wurde zum Ehrendirektor des gemeinsamen Rechtsinstituts ernannt. Der Deutsche Akademische Austauschdienst übergab dem Rechtsinstitut zum Jubiläum 55     000 Euro für den Ausbau der Institutsbibliothek.

Studenten informieren

An einem Stand der Universität Göttingen auf dem Campus in Nanjing informierten 15 Studierende während der drei Tage über die Möglichkeiten, in Göttingen zu studieren und zu leben. Im Sommer 2010 will sich die Universität Nanjing entsprechend in Göttingen präsentieren.

Neben einem dreitägigen Alumni-Seminar des Rechtsinstituts zum Thema „Nachhaltige Entwicklung – Perspektiven des chinesischen und deutschen Rechts im Vergleich“ fanden Workshops in der Physik, der Informatik, den Geowissenschaften und der Interkulturellen Germanistik statt. Im Fach Nordamerikastudien planen Prof. Frank Kelleter und sein chinesischer Kollege Prof. He Chengzhou ein Forschungsprojekt zum Vergleich kulturwissenschaftlicher Theorien und Methoden in der Nordamerikaforschung in Deutschland und China.

Im Juli besuchte eine Delegation der Universität Nanjing Göttingen. Dabei hatten die Präsidenten der Hochschulen vereinbart, dass sich die Georg-August-Universität unter anderem am geplanten Deutsch-Chinesischen Zentrum für Geowissenschaften beteiligt, einem gemeinsamen Projekt der Universität Nanjing und der Freien Universität Berlin.

Das Deutsch-Chinesische Rechtsinstitut fördert seit 20 Jahren den Austausch zwischen der deutschen und chinesischen Rechtskultur durch eine intensive Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und juristischer Praxis. Ein weiteres Ergebnis der Hochschulpartnerschaft ist der bundesweit einmalige Masterstudiengang „Interkulturelle Germanistik Deutschland – China“ mit Doppelabschluss. Um die Zusammenarbeit mit chinesischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu vertiefen, eröffnete die Universität Göttingen außerdem im vergangenen Jahr eine Auslandsrepräsentanz auf dem Campus in Nanjing.

jes/pug

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