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Göttingen Dürren und ihre Auswirkungen
Campus Göttingen Dürren und ihre Auswirkungen
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00:25 16.03.2018
Bewässerung schützt Pflanzen und Landwirte vor Dürren und ist daher in Trockenregionen verbreitet. . Quelle: Foto: Universität Göttingen/Stefan Siebert
Göttingen.

Dürren sind ein globales Problem. Aber: Wie entstehen Dürren und wie wirken sich solche Perioden auf die Wasserressourcen, die Produktivität im Pflanzenbau, den Handel mit Nahrungsmitteln und den Bedarf an internationaler Hilfe aus? In einem neuen Verbundprojekt „GlobeDrought“, das an der Universität Göttingen koordiniert wird, wollen Wissenschaftler Dürre-Ereignisse und ihre Risiken nun weltweit untersuchen. Ziel ist es, mit den gewonnenen Erkenntnissen ein Informationssystem aufzubauen, teilt Prof. Stefan Siebert vom Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Abteilung Pflanzenbau der Uni mit. In dem Verbundprojekt soll demnach auch ein Frühwarnsystem experimentell entwickelt werden, das zum einen die Beobachtung des Dürrezustands in Echtzeit und zum anderen eine Prognose der Entwicklung der kommenden zwölf Monate ermöglicht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert nun das Projekt mit rund 2,1 Millionen Euro für die Dauer von drei Jahren.

„Die Forscher verarbeiten umfangreiche sozioökonomische Informationen und Daten aus der Fernerkundung. Diese kombinieren sie mit Rechenergebnissen aus hydrologischen Modellen und Pflanzenwachstumsmodellen“, so Siebert. Die Analyse erfolge sowohl auf globaler Ebene als auch für ausgewählte Regionen. Ein Beispiel sind die stark von Dürren betroffenen Regionen des südlichen Afrikas. Die Arbeitsgruppe Pflanzenbau trägt mit der Pflanzenwachstums- und Ertragsmodellierung zum Verbundprojekt teil. Dort ist auch die Projektkoordination angesiedelt.

An dem Projekt sind die Universitäten Göttingen, Bonn und Frankfurt sowie die Universität der Vereinten Nationen in Bonn, die Welthungerhilfe und die Remote Sensing Solutions GmbH beteiligt. „Die Entwicklung des Informationssystems mit diesen Partnern soll die spätere Umsetzung in den jeweiligen Institutionen vor Ort erleichtern“, erklärt Siebert. „Indem wir die Faktoren, die Dürrerisiken reduzieren, besser verstehen lernen, wollen wir auch einen Beitrag leisten, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Dabei haben wir speziell das Ziel ,Verbesserte Verfügbarkeit und nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen‘ im Blick.“ Das Verbundprojekt ist Teil der Fördermaßnahme „GROW – Globale Ressource Wasser“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen zum Verbundprojekt sind zu finden unter bmbf-grow.de/de/verbundprojekte/globedrought und grow-globedrought.net

Von Britta Bielefeld

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