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Göttingen Uni erhält Zuschüsse für Schlözer-Programm
Campus Göttingen Uni erhält Zuschüsse für Schlözer-Programm
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13:53 11.10.2018
Aula der Universität am Wilhelmsplatz Quelle: dpa
Göttingen

Das Schlözer-Programm Lehrerbildung der Uni Göttingen gehört zu den niedersächsischen Projekten, die in der zweiten Phase des Bundesprogramms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung gefördert werden sollen. Insgesamt sei von den fünf Universitäten – neben Göttingen auch die Universitäten Lüneburg, Oldenburg, Vechta und die TU Braunschweig – eine Förderung von rund 15 Millionen Euro eingeworben worden. Mit diesen Mitteln könnten die Hochschulen ihre Projekte aus der ersten Förderphase, die seit 2015 läuft, weiterführen und strukturell verankern, erklärt Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler (CDU). „Die Förderung der Lehrerbildung ist eines der vorrangigen Ziele der Landesregierung. Ich freue mich, dass Niedersachsens Universitäten sich in diesem wichtigen Wettbewerb bundesweit erneut so erfolgreich durchsetzen und mit allen eingereichten Projekten überzeugen konnten“, so Thümler.

 

Bessere Vorbereitung auf Berufsalltag

 

Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung des Bundes und der Länder habe sich zum Ziel gesetzt, die Lehrerbildung an deutschen Hochschulen als Ganzes zu stärken und damit künftige Lehrkräfte besser auf ihren beruflichen Alltag und die vielfältigen Herausforderungen vorzubereiten. Im Zeitraum von 2015 bis 2023 würden dafür insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Im Februar war bei der ersten Bewilligungsrunde bereits das Projekt „Leibniz-Prinzip“ der Universität Hannover erfolgreich, es werde bis 2023 mit rund fünf Millionen Euro finanziert, so die Mitteilung des niedersächsischen Kultusministeriums.

 

Kolloquium mit Vorträgen und Workshops

 

Beim Kolloquium des Schlözer-Programms Lehrerbildung in Göttingen am 23. November (8.30 Uhr bis 18 Uhr) sollen Forschungen zu Differenz im Unterricht und in der Lehrerbildung in verschiedener Weise diskutiert werden. Prof. Stefan Hirschauer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) vertritt in seinem Vortrag die These, Differenzierungsprozesse würden in der soziologischen Forschung teilweise überbetont werden und zeigt Zusammenhänge von Differenzierungs- und Entdifferenzierungsprozessen. Prof. Petra Herzmann (Universität Köln) und Prof. Kerstin Rabenstein (Georg-August-Universität Göttingen) nehmen die Perspektive Hirschauers auf und formulieren vor diesem Hintergrund vier Thesen zum Stand der qualitativen Differenzforschung zu Unterricht. Prof. Andrea Bogner (Georg-August-Universität Göttingen) diskutiert Anschlüsse an die Mehrsprachigkeits- und Interkulturalitätsforschung. In zwei Workshops soll dann das Material aus Gruppendiskussionen mit Studierenden zu Inklusion mit dem Fokus auf „Un/doing Differences“ interpretiert werden. In zwei weiteren Workshops werden Prozesse der sozialen Differenzierung über (Mehr-)Sprachigkeit fokussiert. Das Kolloquium wird vom Handlungsbereich „Diversität gerecht werden“ des Schlözer-Programms Lehrerbildung veranstaltet. Anmeldungen bei http://www.uni-goettingen.de/de/veranstaltungen/569048.html ny

Von Claudia Nachtwey

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