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Förderung für Lehrerbildung an der Universität Kassel

Qualitätsoffensive Förderung für Lehrerbildung an der Universität Kassel

Fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studieninhalte  sollen an der Universität Kassel so miteinander  verknüpft werden , dass sie sich gegenseitig ergänzen und vertiefen. 

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Kassel. Die Hochschule hat dafür folgendes Beispiel:  Ein Lehramtskandidat Physik beschäftigt sich in einer fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltung mit Magnetismus; begleitend oder folgend bietet die Fachdidaktik Physik ein Seminar zu Schülervorstellungen zum Magnetismus an und wie diese wissenschaftsbasiert weiterentwickelt werden können. „Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit und erfordert eine Koordination und thematische Abstimmung der Dozenten schon bei der Planung der Veranstaltungen“, erläutert Prof. Dorit Bosse, Vorsitzende des Zentrums für Lehrerbildung. „Die Universität Kassel ist bei dieser Art von Kooperation schon vergleichsweise weit. Aber wir wollen uns weiter verbessern und unseren Studierenden eine optimale Verzahnung bieten.“

Dafür wird das Konzept  „Professionalisierung durch Vernetzung“ (PRONET) vom  Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) und vom Zentrum für Empirische Lehr-/ Lernforschung der Universität (ZELL) mit etwa 5 Millionen Euro vom Bundesbildungsministerium gefördert, die während der Laufzeit von 2015 bis 2018 zur Verfügung stehen. Aus Eigenmitteln steuert die Universität 500 000 Euro bei.

Das Konzept umfasst außerdem ein erweitertes Lehrangebot, das die zukünftigen Lehrkräfte auf die Herausforderung der Inklusion und heterogener Klassen vorbereitet. Ein drittes Handlungsfeld schließlich sieht die weitere Stärkung „reflexiver Praxisstudien“ vor. Damit sind über die Praxisphasen an Schulen hinaus auch Seminare eingeschlossen mit klarem Berufsfeldbezug und einer reflexiven Auseinandersetzung mit den Anforderungen des Lehrerberufs. Hier  verfügt die Universität Kassel über eine außergewöhnlich große Anzahl von Studienwerkstätten ,  in denen  unter anderem innovative Lehrmethoden mit Schulklassen erprobt werden können.

Mit den Mitteln aus der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ kann die Universität in den kommenden Jahren Die einzelnen Maßnahmen werden vom Zentrum für Lehrerbildung koordiniert und durch das Zentrum für Empirische Lehr-/Lernforschung der Universität evaluiert und ausgewertet. Die Ergebnisse sollen auch für die Lehrerfortbildung nutzbar gemacht werden und somit kurzfristig an den Schulen und Studienseminaren der Region ankommen.

Rund ein Fünftel aller Studierenden an der Universität Kassel sind Lehramtskandidaten. Zu den Stärken der Lehrerbildung in Kassel gehört neben der großen Anzahl an Studienwerkstätten, dass fast allen Fachwissenschaften eine Fachdidaktik zugeordnet ist – zu den Fachgebieten der Physik tritt also eine Fachdidaktik der Physik etc. Das Kasseler Programm zur Lehrerbildung ist auch in anderer Hinsicht ein Unikat: „Aufbauend auf Forschungsergebnissen und Befragungen Kasseler Studierender und Absolventen haben wir ein passgenaues Programm für unsere Lehrerbildung in Kassel entwickelt, das innovativ ist und gleichzeitig unsere Stärken optimal nutzt und auch bei den Gutachtern auf Zustimmung gestoßen ist“,  erklärte Prof. Frank Lipowsky  vom Zell.

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