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Göttingen Studieren mit Kind: Mehr Klausurentermine, mehr Flexibilität
Campus Göttingen Studieren mit Kind: Mehr Klausurentermine, mehr Flexibilität
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13:45 17.07.2018
Studieren mit Kind: Nicht immer eine einfache Sache. Quelle: dpa
Göttingen

Mal ist das Baby krank und die Klausur kann deshalb nicht mitgeschrieben werden, mal ist kein Babysitter zur Stelle und die Exkursion kann nicht besucht werden: Studieren mit Kind ist nicht immer einfach. Mehr Flexibilität im Umgang mit Studierenden mit Kind fordert deshalb der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Göttingen.

Digitalisierung von Lehrveranstaltungen

„Lehrveranstaltungen sollen mehr digitalisiert werden“, fordert Liv Rettberg, Sozialreferentin des AStA. So könnten Eltern auch mal von zu Hause eine Vorlesung nachholen, wenn sie wegen ihres Kindes nicht zur Uni kommen könnten. Ein weiteres Anliegen des AStA sei es, dass in allen Fakultäten Klausuren jedes Semester angeboten werden. „An der juristischen Fakultät gibt es zum Beispiel manche Klausuren nur einmal im Jahr“, sagt Außenreferent Dominik Bollendorf. Das solle verbessert werden, indem nicht nur jedes Semester ein, sondern zwei Klausurentermine angeboten würden, ergänzt Rettberg.

Forderung: Mehr Termine für Exkursionen mit Anwesenheitspflicht

Dasselbe gelte für Exkursionen mit Anwesenheitspflicht: „Es muss entweder mehrere Termine geben oder eine Ersatzleistung möglich sein“, findet die AStA-Sozialreferentin. Außerdem müssten noch mehr Eltern-Kind-Räume an der Uni eingerichtet werden. Es gebe bereits welche in der SUB, dem LSG sowie an den Fakultäten Chemie, Forstwissenschaften, Geowissenschaften, Mathe, Physik, Sozialwissenschaften und Theologie – oft bei den Gleichstellungsbeauftragten angesiedelt. „Am Zentralcampus sind aber nur drei solcher Räume“, so Rettberg. Das sei nicht ausreichend. Diese verschiedenen Ansätze wollte sie in den Semesterferien mit den Zuständigen der Uni besprechen.

Angebote des AStA für Studierende mit Kind

Der AStA selbst bietet ebenfalls einige Angebote für studierende Eltern an: So gebe es wöchentliche Sprechstunden des Sozialreferats, die generell für Studierende – nicht nur mit Kind – mit Problemen offen seien. Bei speziellen Fragen würden sie die Studierenden an Fachpersonal weiterleiten, erzählt Außenreferent Bollendorf. Außerdem böten sie drei Mal im Semester sogenannte Elterncafés an: „Das erste war in diesem Semester zum Kennenlernen, das zweite zu Thema ,Gesunde Ernährung beim Kind’ und das dritte zu ,Erste Hilfe am Kinder’“, erzählt Bollendorf. Zu letzterem Thema organisierten sie zurzeit auch einen Kurs mit den Johannitern.

Von Hannah Scheiwe

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