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Forscher finden neuen Ansatzpunkt für Behandlung

Lymphdrüsenkrebs Forscher finden neuen Ansatzpunkt für Behandlung

Bisherige Therapien zur Behandlung von Lymphdrüsenkrebs bringen jüngeren Patienten gute Heilungschancen. Doch bei älteren Patienten wirken die Therapien nicht so gut. Ein Forscherteam der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat jetzt einen Faktor gefunden, der die Ausbreitung der Tumorzellen verhindern könnte.

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Göttingen. Nach wie vor stellt es für den behandelnden Arzt bei Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin, Hodgkin Lymphom) eine große Herausforderung dar, dass die Ausbreitung des Lymphoms sich nicht kontrollieren lässt. Ein interdiziplinäres Team unter Leitung der Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie, hat in Kooperation mit Kollegen aus Brno (Tschechische Republik) jetzt einen molekularen Faktor gefunden, der das gerichtete Wanderungsverhalten von Hodgkin Lymphomzellen reguliert und somit für die Ausbreitung der Tumorzellen von großer Bedeutung zu sein scheint.

Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass das Molekül WNT5A ein Netzwerk von Faktoren reguliert, die die zielgerichtete Wanderung der Lymphomzellen in Richtung auf das Gefäßsystem koordinieren. Diese neuen Erkenntnisse können dazu beitragen, Behandlungskonzepte zu entwickeln, welche die Ausbreitung des Lymphoms behindern und zudem die Nebenwirkungen von aktuellen Therapien bei Lymphdrüsenkrebs verringern.

Dr. Franziska Linke

Dr. Franziska Linke

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Auf die Spur einer möglichen Ursache für die Ausbreitung von Lymphomzellen brachte das Göttinger Forscherteam eine vergleichende molekulare Analyse verschiedener Lymphomzellen. Diskussionen mit Kollegen der DFG Forschergruppe 942 über Signalwege bei metastasierendem Brustkrebs lenkten den Blick der Lymphomforscher auf einen speziellen Signalweg: Der WNT-Signalweg ist als ein wichtiges Element der Metastasierung bei Brustkrebs identifiziert. Dass der WNT-Signalweg auch für das Migrationsverhalten von Hodgkinzellen und die Interaktion mit Gefäß-Endothelzellen wichtig ist, konnte durch den Einsatz spezifischer Hemmstoffe jetzt erstmals gezeigt werden.

„Das war wirklich überraschend, denn bisher hatte man den WNT-Signalweg noch nie mit einer Funktion bei der Wanderung der Hodgkin Lmyphomzellen in Verbindung gebracht“, sagt die Erstautorin Dr. Franziska Linke, Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie. r/chb

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