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Bessere Versorung von CMT-Patienten zum Ziel

Universitätsmedizin Bessere Versorung von CMT-Patienten zum Ziel

Mit einer Häufigkeit von 1:2500 gilt die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung als seltene Erkrankung. Die Universitätsmedizin Göttingen hat die Koordination eines Verbundes zur Erforschung und Behandlung der Erkrankung übernommen, der mit 2,7 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.

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Michael Sereda

Quelle: r

Göttingen. In Deutschland sind mindestens 30000 Menschen betroffen. Betroffene Patienten leiden an unterschiedlich starken sensorischen und motorischen Einschränkungen, die davon abhängen, wie groß der Verlust von Nervenzellfortsätzen (Axonen) ist. Bis heute sind die molekularen Ursachen von CMT wenig verstanden, Risikofaktoren sind derzeit unbekannt. Wie viele Menschen tatsächlich die Krankheit haben, ist nicht bekannt. Die erbliche Erkrankung wird oft nicht erkannt, eine Behandlung gibt es bislang nicht.

Um ihre Erkenntnisse zur Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung (CMT) künftig zu bündeln, arbeiten medizinische Forschungszentren in Deutschland seit Februar 2016 zum ersten Mal in einem Verbund zusammen. Ziel des Charcot-Marie-Netzwerks (CMT-NET) ist es, Ursachen, Verbreitung und Behandlungsmöglichkeiten der CMT zu erforschen und zu erkennen. An dem Netzwerk beteiligen sich Ärzte und Wissenschaftler der Universitätskliniken in Göttingen, München, Münster, Würzburg und Aachen, des European Neuroscience Institute Göttingen (ENI), des Göttinger Max-Planck-Instituts für Experimentelle Medizin (MPIEM) und der von Hauner´schen Kinderklinik in München. Die Koordination des Netzwerks liegt bei Prof. Michael Sereda von der Klinik für Klinische Neurophysiologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Netzwerk für drei Jahre mit 2,7 Millionen Euro, davon gehen mehr als 900 000 Euro an Einrichtungen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und weitere 200 000 Euro an andere Einrichtungen am Campus Göttingen.

„Ziel unserer Arbeit im Netzwerk ist ein tieferes Verständnis der Krankheit und die Förderung der Übertragung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, also deren Translation in die Diagnostik und Therapie von Patienten. So wollen wir langfristig eine bessere Versorgung für an CMT-erkrankte Menschen in Deutschland erreichen“, sagt der Göttinger CMT-Experte Sereda, der seit 2012 eine DFG-Heisenberg Professur für hereditäre Neuropathien an der UMG hat.

www.cmt-net.de

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