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Forscher suchen weiter nach „Philae“

Medien würdigen Landung Forscher suchen weiter nach „Philae“

Sieben Wochen nach dem Absetzen eines Landegeräts auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko ist weiter unklar, wo sich der Roboter genau befindet.

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Quelle: ESA/ATG medialab/dpa /dpa

Göttingen. „Wir haben den Lander immer noch nicht entdeckt“, sagt Holger Sierks vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Sierks ist der wissenschaftliche Leiter des Kamerasystems OSIRIS, das auf der Raumsonde Rosetta installiert ist. Die Kamera hatte kürzlich aus rund 20 Kilometern Entfernung weitere Aufnahmen des Areals gemacht, in dem die Forscher den gerade mal kühlschrankgroßen Roboter „Philae“ vermuten. „Leider konnten wir nichts von dem Lander sehen. Das wäre sonst eine schöne Bescherung gewesen.“

Der Forschungsroboter war bei dem spektakulären Manöver am 12. November nach zwei Sprüngen auf der Kometenoberfläche zum Stillstand gekommen, allerdings in einer Position, wo er wesentlich weniger Sonnenlicht abbekommt als geplant. Da die Solarzellen die Batterien nicht wieder aufladen konnten, war der Energievorrat nach kurzer Zeit erschöpft. Die Wissenschaftler müssen nun warten, bis sich der Komet soweit der Sonne angenähert hat, dass die Solarzellen mehr Strahlung abbekommen. Bevor sich der Roboter abschaltete, hatte er bereits zahlreiche Daten von dem Kometen geliefert, die derzeit ausgewertet werden.

Die Rosetta-Mission gilt als Forschungsglanzlicht des Jahres. Sowohl das Wissenschaftsmagazin „Science“ als auch das Magazin „Physics World“ kürten die Kometenlandung zum „Durchbruch des Jahres“. Das Fachblatt „Nature“  benannte ESA-Flugdirektor Andrea Accomazzo als einen der zehn einflussreichsten Forscher des Jahres.

Der Sender „euronews“ wählte die Mitarbeiter der Rosetta-Mission zur „Persönlichkeit des Jahres“. Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen spielt bei dieser Mission eine zentrale Rolle. Es hat nicht nur wichtige Teile der Landeeinheit entwickelt, sondern hat auch von allen beteiligten Forschungseinrichtungen weltweit den größten Anteil an den wissenschaftlichen Experimenten.

Von Heidi Niemann

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