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Göttingen Forschung zur Auswirkung von Migration auf den Kulturbetrieb
Campus Göttingen Forschung zur Auswirkung von Migration auf den Kulturbetrieb
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11:46 02.05.2018
„Eiswiese“: Theater des Göttinger Boat People Projektes mit Geflüchteten. Quelle: r
Osnabrück

Forscher der Universität Osnabrück wollen untersuchen, wie sich der Zuzug von Flüchtlingen und anderen Zuwanderern auf den Kulturbetrieb in Deutschland auswirkt. Dazu werden sie zentrale Einrichtungen wie Theater und Museen, aber auch die Kulturpolitik und die freie Kulturszene unter die Lupe nehmen, teilte die Uni am Mittwoch mit. Beispielhaft soll das in Osnabrück, Hamburg, Dresden und Sindelfingen geschehen. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium für drei Jahre mit knapp einer Million Euro gefördert.

Zunehmende gesellschaftliche Vielfalt

„Wir wollen verstehen, auf welche Weise und mit welchen Folgen Kultureinrichtungen das in der Öffentlichkeit breit und kontrovers diskutierte Thema Migration aufgreifen“, sagte Projektkoordinator Jens Schneider vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS). Es werde analysiert, wo sich die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt im Kulturbetrieb widerspiegele, etwa beim Publikum, im Programm und beim Personal. Auch solle geklärt werden, welche gesellschaftlichen Schichten und Gruppen erreicht würden und welche weitgehend außen vor blieben.

Städte unterschiedlicher Größe

Die vier Standorte repräsentierten Städte unterschiedlicher Größe in verschiedenen Teilen Deutschlands, hieß es. Sie hätten als kulturelle Zentren unterschiedliche Bedeutungen für ihre jeweilige weitere Umgebung. Die Wissenschaftler wollen mit den Kultureinrichtungen eng zusammenarbeiten. Zu den wichtigsten Praxispartnern gehören unter anderem das Theater Osnabrück, das Thalia-Theater in Hamburg, das Deutsche Hygienemuseum in Dresden sowie die Kulturämter der vier Städte.

In Göttingen hat sich das Boat People Projekt etabliert. Die Theatermacher arbeiten überwiegend mit Geflüchteten zusammen.

Von epd

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