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Forschung für die Agrarwende

Landesförderung Forschung für die Agrarwende

Die Landesregierung fördert fünf neue Forschungsverbünde zum Thema „Nachhaltige Agrarproduktion“. In den Jahren 2017 bis 2019 erhalten die Kooperationspartner, darunter die Universität Göttingen, drei Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der Volkswagen- Stiftung.

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Das Mästen männlicher Küken soll eines der Agrarwende-Forschungsprojekte untersuchen und damit das umstrittene massenhafte Töten der Tiere beenden.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Wir stärken die landesweiten Forschungsaktivitäten für eine moderne, innovative und nachhaltige Agrarproduktion. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Agrarwende“, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne). Die Ausschreibung hat zum Ziel, die landesweiten Forschungsaktivitäten im Agrarbereich stärker zu vernetzen und – mit Blick auf die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie – neue Forschungsansätze in der Pflanzen- und Tierzüchtung zu verfolgen, insbesondere auch im Ökologischen Landbau. Darüber hinaus soll das hohe Transferpotenzial der mittelständischen Wirtschaft genutzt werden, um Forschungsergebnisse möglichst rasch in die Anwendung zu bringen. 

Die Ausschreibung erfolgte in fachlicher Begleitung durch das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium. „Ich freue mich besonders, dass mit dieser Ausschreibung drei innovative Vorhaben im Bereich der ökologischen Obst- und Gemüsezüchtung gefördert werden können. Das ausgewählte Projekt zur Nutzung regionaler Hühnerrassen bietet zudem die Chance, auf das Töten männlicher Küken zu verzichten und die Brüder der Legehennen auf Basis einheimischer Eiweißfuttermittel zu mästen“, beurteilte Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) das Agrarwende-Vorhaben.

 Das von Meyer erwähnte Forschungsprojekt "Potenziale der nachhaltigen Nutzung regionaler Rassen und einheimischer Eiweißfuttermittel in der Geflügelproduktion" leitet der Göttinger Agrarwissenschaftler Prof. Henner Simianer. Das Vorhaben von Universität Göttingen und Friedrich-Löffler-Institut hat zum Ziel, ein Produktionssystem basierend auf Kreuzungen von lokalen Hühnerrassen und unter Einsatz einheimischer Eiweißfuttermittel (Ackerbohne) zu erproben. Das Projekt soll auch die Chance bieten, die Brüder der Legehennen zu mästen und somit auf das derzeit übliche und umstrittene Töten der männlichen Küken zu verzichten.

Die Universität Göttingen, die Hochschule Osnabrück und die Gemüsebauzentrale Papenburg arbeiten zusammen, um die "Partizipative Entwicklung von Qualitätstomaten für den nachhaltigen regionalen Anbau" zu untersuchen. Das Forschungsprojekt wird von Prof. Elke Pawelzik, Universität Göttingen, koordiniert. Es sollen damit die wissenschaftlichen Grundlagen für die Züchtung qualitativ verbesserter und optimal angepasster Tomaten für den nachhaltigen regionalen und urbanen Anbau geschaffen werden. Wesentliche Schritte des Vorhabens werden in Betrieben des Ökologischen Landbaus durchgeführt.

Die genetische Variabilität von Forellen für die Adaptationsfähigkeit an innovative pflanzliche Futtermittel zu nutzen, um neue Erkenntnisse zur Schaffung einer nachhaltig intensivierten sowie tier- und umweltgerechten Aquakultur zu erlangen, soll das Projekt

Die genetische Variabilität von Forellen für die Adaptationsfähigkeit an innovative pflanzliche Futtermittel zu nutzen, um neue Erkenntnisse zur Schaffung einer nachhaltig intensivierten sowie tier- und umweltgerechten Aquakultur zu erlangen, soll das Projekt "Sustainable Trout Aquaculture Intensification" (SusTAin). Dieser Forschungsverbund von Universität Göttingen, Tierärztlicher Hochschule Hannover, Biocare-Gesellschaft für Biologische Schutzmittel und Pronusect AG wird von Prof. Bernhard Brümmer, Universität Göttingen, koordiniert.

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