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GEW will klare Regeln für Zeitarbeitsverträge in der Wissenschaft

Göttingen GEW will klare Regeln für Zeitarbeitsverträge in der Wissenschaft

Die Gewerkschaft für Er­zie­hung und Wissenschaft (GEW) hat einen eigenen Ent­wurf für die Novellierung des Wis­sen­schafts­zeit­ver­trags­ge­set­zes (WissZeitVG) vorgelegt. Laut GEW soll das bis Herbst von der Bundesregierung bearbeitet sein. Über den Entwurf der GEW-Novelle informierte am Dienstag in Göttingen Sonja Staack, Re­fe­ren­tin für Hoch­schule und For­schung im GEW-Haupt­vor­stand.

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Quelle: dpa

Göttingen. Sie äußerte sich allerdings skep­tisch, dass die Große Ko­ali­tion den Termin halten werde.

 

Die GEW berichtete, dass es immer mehr befristete Stellen an den Hoch­schulen gebe. „Eine unbefristete Stelle ist mittler­weile eine Ausnahme“, sagte Staack. Es gebe eine Diskrepanz zwischen der Länge der Verträge und der Länge der For­schungs­pro­jekte. Eine festgelegte Be­fris­tung sei ur­sprünglich dazu ge­dacht ge­we­sen, dass die an­ge­stell­ten Dok­toranden nach der Quali­fi­zie­rungsphase in eine un­be­fris­te­te Stelle übernommen würden. Eine Aussage, die vom Publikum mit Gelächter quittiert wurde, denn in der Reali­tät be­kom­men die jungen Wissen­schaft­ler solche Verträge nicht. Daher fordert die GEW in ihrem Entwurf, dass die Tarif­sperre aufgehoben werde. Nicht nur Doktoranden seien von dem WissZeitVG benach­tei­ligt, son­dern auch Lehrkräfte für be­sondere Auf­gaben. Für sie gelte das Ge­setz je nach Aus­rich­tung ihrer Auf­gaben: Denn wenn ihre Lehre auch an­teilig der For­schung dient, trifft es auf sie zu. „Es gibt ganz viele Un­klar­hei­ten in dem Gesetz“, betont Staack.

 

Die Kernpunkte im Entwurf der GEW sind Dauerstellen für Dauer­aufgaben, Mindest­stan­dards für Zeitverträge, Be­rechen­bare Berufswege, Ver­ein­bar­keit von Familie und wissen­schaft­licher Qualifizierung.

 

Die Meinungen wie die Novelle des WissZeitVG auszusehen habe, gehe auf Seiten der Arbeit­ge­ber auseinander, erklärte Staack. Jedoch seien sich alle darin einigt, dass das bestehende Gesetz verändert werden muss.  bl

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