Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -2 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
GEW will klare Regeln für Zeitarbeitsverträge in der Wissenschaft

Göttingen GEW will klare Regeln für Zeitarbeitsverträge in der Wissenschaft

Die Gewerkschaft für Er­zie­hung und Wissenschaft (GEW) hat einen eigenen Ent­wurf für die Novellierung des Wis­sen­schafts­zeit­ver­trags­ge­set­zes (WissZeitVG) vorgelegt. Laut GEW soll das bis Herbst von der Bundesregierung bearbeitet sein. Über den Entwurf der GEW-Novelle informierte am Dienstag in Göttingen Sonja Staack, Re­fe­ren­tin für Hoch­schule und For­schung im GEW-Haupt­vor­stand.

Voriger Artikel
HAWK-Preis für Physiker Gerd Litfin
Nächster Artikel
Werkstattgespräch über die romantische Kunst mit Florian Illies
Quelle: dpa

Göttingen. Sie äußerte sich allerdings skep­tisch, dass die Große Ko­ali­tion den Termin halten werde.

 

Die GEW berichtete, dass es immer mehr befristete Stellen an den Hoch­schulen gebe. „Eine unbefristete Stelle ist mittler­weile eine Ausnahme“, sagte Staack. Es gebe eine Diskrepanz zwischen der Länge der Verträge und der Länge der For­schungs­pro­jekte. Eine festgelegte Be­fris­tung sei ur­sprünglich dazu ge­dacht ge­we­sen, dass die an­ge­stell­ten Dok­toranden nach der Quali­fi­zie­rungsphase in eine un­be­fris­te­te Stelle übernommen würden. Eine Aussage, die vom Publikum mit Gelächter quittiert wurde, denn in der Reali­tät be­kom­men die jungen Wissen­schaft­ler solche Verträge nicht. Daher fordert die GEW in ihrem Entwurf, dass die Tarif­sperre aufgehoben werde. Nicht nur Doktoranden seien von dem WissZeitVG benach­tei­ligt, son­dern auch Lehrkräfte für be­sondere Auf­gaben. Für sie gelte das Ge­setz je nach Aus­rich­tung ihrer Auf­gaben: Denn wenn ihre Lehre auch an­teilig der For­schung dient, trifft es auf sie zu. „Es gibt ganz viele Un­klar­hei­ten in dem Gesetz“, betont Staack.

 

Die Kernpunkte im Entwurf der GEW sind Dauerstellen für Dauer­aufgaben, Mindest­stan­dards für Zeitverträge, Be­rechen­bare Berufswege, Ver­ein­bar­keit von Familie und wissen­schaft­licher Qualifizierung.

 

Die Meinungen wie die Novelle des WissZeitVG auszusehen habe, gehe auf Seiten der Arbeit­ge­ber auseinander, erklärte Staack. Jedoch seien sich alle darin einigt, dass das bestehende Gesetz verändert werden muss.  bl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Für ihre ungewöhnlichen Lehrmethoden bekommen Göttinger Zahnmediziner einen Preis.