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Erinnerung an verfolgte Wissenschaftler

Gedenken Erinnerung an verfolgte Wissenschaftler

Die Universität Göttingen lässt eine Tafel an der Aula der Universität anbringen. Sie wird am Sonnabend, 18. November, um 18 Uhr enthüllt und soll an 95 Wissenschaftler erinnern, die von den Nationalsozialisten aus rassistischen und politischen Gründen an der Georgia Augusta verfolgt wurden.

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Die Aula der Universität am Wilhelmsplatz.

Quelle: dpa

Göttingen. Seit den 1980er-Jahren arbeite die Universität ihre Geschichte im Nationalsozialismus auf, heißt es in einer Mitteilung. Als ein erstes Ergebnis wurde 1989 eine Gedenktafel im Vorraum der Aula am Wilhelmsplatz angebracht. Mit ihr wird 53 Universitätsangehöriger gedacht, vornehmlich Professoren, die zwischen 1933 und 1945 entlassen oder vertrieben wurden. In den vergangenen Jahren wurden weitere 42 Wissenschaftler identifiziert, die von Verfolgung und Entlassung betroffen waren. Das Präsidium der Universität hat daher eine Initiative der ehemaligen Universitätsangehörigen Hinrich Lange und Prof. Friedhelm Zubke aufgegriffen, mit einer Gedenktafel an sie zu erinnern.

Prof. Dirk Schumann vom Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte hat die Tafel gemeinsam mit einer Gruppe Studierender erarbeitet. „Viele kehrten nicht mehr zurück. Die Erinnerung an sie wachzuhalten und sich der Verantwortung für das ihnen zugefügte Leid zu stellen, bleibt Pflicht der Universität“, heißt es auf der Tafel. Die beteiligten Studierenden hatten bereits an der 2016 errichteten Gedenkstele für das sogenannte Göttinger Judenhaus an der Weender Landstraße maßgeblich mitgewirkt. Sie stellen das aktuelle Projekt während der öffentlichen Enthüllungsfeier vor, Schumann gibt eine Einführung und Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel begrüßt die Besucher.

Von Peter Krüger-Lenz

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