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Göttingen Gesprächsangebot der Universitätspräsidentin
Campus Göttingen Gesprächsangebot der Universitätspräsidentin
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18:16 08.03.2018
Hat einen Termin mit den Mitarbeitern des Instituts für Demokratieforschung: Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

Die Pläne der Universität Göttingen mit dem Institut für Demokratieforschung will Präsidentin Ulrike Beisiegel in wenigen Tagen dem Team vorstellen. In den vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Hochschule entscheiden wird, wer die Nachfolge von Parteienforscher Franz Walter antreten wird.

Mit der nationalen Parteien- und Demokratieforschung machte sich Walter mit seinem Team bundesweit einen Namen. Der Politikwissenschaftler ist seit Oktober 2017 im vorzeitigen Ruhestand. Mitglieder des 60-köpfigen Teams des Instituts und Studierende des Studienschwerpunkts „Demokratie und gesellschaftliche Konflikte“ befürchten, dass der Arbeitsschwerpunkt verlagert wird.

Unter anderem wird auf dem Campus diskutiert, dass eine Humboldt-Professur angestrebt in der Nachfolgebesetzung. Auf Tageblatt-Anfrage hießt es dazu von der Universität, sie habe „großes Interesse daran, eine weitere renommierte Alexander von Humboldt-Professur einzuwerben. Insbesondere in der Exzellenzstrategie ist es wichtig, auf möglichst viele solcher Professuren verweisen zu können.“ Zugleich wurde darauf verwiesen, dass neue Professuren der Universität auch immer eine Neuausrichtung im gleichen Wissenschaftsbereich ermöglichen. Daher sei es auch hier wahrscheinlich, dass die Nachfolge nicht genau dieselbe Richtung vertrete.

Institut für Demokratieforschung an der Weender Landstraße 14. Quelle: Christina Hinzmann / GT

Die laufenden Forschungsprojekte der Demokratieforscher werden weitergeführt, „und wir sind dankbar, dass diese Projekte von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts qualifiziert betreut werden. Neue Projekte können allerdings erst wieder eingeworben werden, wenn die Frage der Nachfolge von Franz Walter geklärt ist“, so der Standpunkt von Prof. Beisiegel.

Das im Jahr 2010 von der Universität gegründete „Institut wird seine herausragende Position in der Politikberatung behalten. Die besondere Ausrichtung und Qualität der Arbeit von Franz Walter kann nicht ohne weiteres ersetzt werden. Die Parteien- und Demokratieforschung wird aber sicher an der Universität Göttingen weitergeführt werden.“

Die Universität sei von der Arbeit des Instituts immer überzeugt gewesen, heißt es auf Tageblatt-Anfrage weiter. „Das Institut gehört zur Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Fakultätsrat wurde von der Universitätspräsidentin über die Planungen informiert. Informationen aus diesen Universitätsgremien sind selbstverständlich vertraulich zu behandeln.“ Was aber spruchreif ist, will die Universitätspräsidentin am Dienstag, 13. März, mit den Mitarbeitern des Institut besprechen. Teilnehmen wird an dem Gespräch auch die Dekanin der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Karin Kurz.

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Von Angela Brünjes

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