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Studenten untersuchen Korallenriffe

Langzeitstudie über die Erwärmung des Indischen Ozeans Studenten untersuchen Korallenriffe

Zehn Studenten der Universität Göttingen untersuchen die Korallenriffe der Seychellen im Indischen Ozean. Für zwei Wochen gehen sie mit Professor Rainer Willmann auf Exkursion. Das Riff wird bereits seit 2009 von Göttinger Biologen beobachtet.

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Korallen (Symbolbild)

Quelle: dpa

Göttingen. Anfang dieses Jahres haben die Göttinger eine schwere Korallenbleiche registriert. Als Ursache vermuten sie eine Wassererwärmung, die mehrere Wochen anhielt und auf Dauer zum Tod der Korallen führen kann. Zoologe Willmann von der Abteilung Morphologie und Systematik der Tiere will mit der Gruppe nun auf den Seychellen klären, ob die Korallen diese dramatische Entwicklung überlebt haben.

Unterstützt wird die Exkursion vom Göttinger Universitätsbund. „Ohne die Förderung des Uni-Bundes wäre es vielen Studierenden kaum möglich, an den Exkursionen teilzunehmen, und es würde keine Überprüfung des Zustandes der Riffe in einem engen Zeitraster geben können“, so Willmann. Bisher haben mehr als 50 Göttinger Studierende die Seychellen besuchen können, teilte die Universität Göttingen mit. 

Korallen sind die Baumeister der Riffe und bieten einer Fülle von Fischen und anderen Meeresorganismen Lebensraum – und den Küsten natürlichen Schutz. Die Korallen sind abhängig von Einzellern, mit denen sie eine enge Lebensgemeinschaft bilden. Bei ungünstigen Lebensbedingungen stoßen sie diese ab, insbesondere bei hohen Temperaturen. Die Korallen bleichen als Folge dessen aus. Oft können sie sich nicht mehr erholen, und ganze Riffe sterben weitgehend ab.

Die Tiere und Pflanzen der Seychellen haben sich seit über 60 Millionen Jahren in weitgehender Isolation entwickelt. Seit die Inseln um 1700 von Europäern besiedelt wurden, hat sich die Artenvielfalt durch eingeschleppte Arten grundlegend verändert. Das Meeresleben blieb von dieser Entwicklung weitgehend unbeeinflusst.

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