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18:02 24.04.2017
Quelle: Peter Heller
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Göttingen

"Alles, was unmittelbar und mittelbar mit Musik zu tun hat, darf verkauft werden“, war der Musikflohmarkt in der Ankündigung kurz beschrieben. Entsprechend beachtlich war die Bandbreite des Angebots an den 27 Ständen.

Von Saxofon-Mundstücken und technischem Equipment für Kenner über Musikmagazine, Musikkassetten und Noten samt Ständern bis zur defekten Lautsprecherbox „umsonst für Bastler“ gab es bis in den Abend hinein so ziemlich alles, was man sich rund um das Thema Musik vorstellen kann.

Musikflohmarkt in der Zentralmensa

Hier wurden Gitarren begutachtet und ausprobiert, dort schnell mal ein Radio an der nächsten Steckdose angestöpselt. Es wurde gefachsimpelt und nach Herzenslust gestöbert. Hochbetrieb herrschte zeitweilig am Stand des Göttinger Plattenladens „Vinyl Reservat“, wo zahlreiche Flohmarktgäste sichtlich akribisch die Kisten mit Platten durchblätterten.

Eine Rolling-Stones-Compilation hatten Jesko Petersen (24) und Stefanie Meyer (25) unterm Arm. „Wir gucken nach Schallplatten und was sonst so los ist. Schön, wenn an der Uni was los, das unterstützt man gerne“, meinten die beiden Studenten und steuerten auch gleich die nächste Plattenkiste an.

„Ich war einfach interessiert, was hier passiert“, sagte Besucher Lars Wätzold. Beim Reinkommen habe er gedacht, dass doch wenig los ist. „Grundsätzlich ist der Musikflohmarkt eine super Idee, und doppelt super, dass sie ihn nachmittags machen“, so der Familienvater.

„Zufrieden“ mit der Nachfrage zeigte sich Manfred Damaschke, der vom Grammofon bis zum 70er-Jahre-Wählscheibentelefon eine große Auswahl anbot. Ein Akkordeon und einen Plattenspieler habe er bereits verkauft. Mit Blick auf sein Konvolut an Kofferradios für 5 bis 10 Euro je Stück, erklärte der 75-jährige Göttinger: „Ich habe mal gesammelt.“

Am Gemeinschaftsstand saß Biologie-Student Alexander mit einem Keyboard, das „nur eine Stimme“ habe. „Das passt nicht ganz in meine Soundästhetik“, sei nun der Grund, das Instrument anzubieten. Zumal er noch drei weitere Synthesizer habe, so der 24-Jährige.

„Mein Sohn will mit dem Gitarrespielen anfangen, und ich gucke mal nach Noten und einer Gitarre für Anfänger“, erklärte Besucher Bernd Kaftan. „Ich finde Flohmärkte überhaupt gut“, sagte der Göttinger Schauspieler.

„Zufrieden“ zeigte sich Horst Reinert, Leiter des ausrichtenden Kulturbüros des Studentenwerks, angesichts des Zuspruchs der Anbieter und Besucher „Es läuft prima.“ Die Zusammensetzung der Besucher sei „schön durchwachsen“. Eine Fortsetzung des Flohmarktes „und wohl auch mit mehr Ständen“, könnte es durchaus geben, bilanzierte Reinert.

Von Karola Hoffmann

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