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Göttinger AStA: Tritt der Vorsitzende zurück?

Streit in der Koalition aus ADF und RCDS um Neubesetzung Göttinger AStA: Tritt der Vorsitzende zurück?

Interne Koalitionsstreitigkeiten, Ärger um die geplatze Wahl des neuen Außenreferenten – der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Göttingen steht vor der Zerreißprobe. Jetzt hat der AStA-Vorsitzende Daniel Pichl intern mit Rücktritt gedroht.

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Göttingen. Weil der bisherige Außenreferent Lukas Voß (RCDS) sein Amt niedergelegt hatte, sollte das Studierendenparlament das Referat mit dem RCDS-Vorsitzenden Gereon Stieler neu besetzen – bei der Stimmenmehrheit der ADF-RCDS-Koalition eigentlich eine Formsache. Aber mehrere Parlamentarier der Koalition verwehrten Stieler bei der geheimen Wahl die Stimme, auch im zweiten Wahlgang wurde die notwendige Mehrheit von 29 Stimmen verfehlt.

Gefundenes Fressen für die Opposition. „Die AStA-Koalition ist gescheitert! Die ADF ist in ihr Muster aus Schweigen und Abstrafen zurückgekehrt“, teilte zum Beispiel die Juso-Hochschulgruppe in einer Erklärung mit.

Der Vorsitzende des AStA, Daniel Pichl (ADF), war über das Verhalten seiner eigenen Fraktion derart erbost, dass er in einer internen Mail, die dem Tageblatt vorliegt, sogar mit dem Rücktritt drohte. Er betrachte das Verhalten auch als Misstrauensvotum gegen seine Person, da er die Arbeit des AStA maßgeblich verantworte, heißt es dort. Außerdem werde der RCDS seiner Einschätzung nach die Koalition aufkündigen.

Der RCDS wollte sich auf Tageblatt-Anfrage nicht zu dem Vorfall äußern. Eine Mitgliederversammlung soll am Dienstag über das weitere Vorgehen beraten.

Pichl selbst rudert indes wieder etwas zurück. Er finde es wichtig, dass die Koalition gemeinsam auftritt und habe das „gruppenintern vielleicht sehr scharf formuliert und dabei in der Hitze des Gefechts von einem möglichen Rücktritt fabuliert.“ Mittlerweile sehe er das aber nüchterner. „Ein Rücktritt steht aktuell nicht zur Debatte“, so Pichl am Dienstag.

Die Koalition zwischen der Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) und dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) hat sich nach den Uni-Wahlen im Januar gebildet. Zustande kam sie nach zähen Verhandlungen. Die Wahl des Allgemeinen Studierendenausschuss gelang erst im März nach zwei stundenlangen Marathonsitzungen.

Von Benjamin Köster

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