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Mit politischer Leitlinie

#CampusGÖ: AStA stellt Projekte vor Mit politischer Leitlinie

„Wir wollen eine Politisierung der Studierenden erreichen.“ Für die neugewählte Vorsitzende des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA), Vivien Bohm, und ihr Team ist die neue Stoßrichtung der Studierendenvertretung klar: Es muss mehr um Politik gehen, der Service für die Studierenden soll dabei aber nicht zu kurz kommen.

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Die Mitglieder des neuen Göttinger AStA: Vivien Bohm, Niklas Knepper, Aljoscha Dalkner (vorn, von links), Larissa Freudenberger, Rebekka Weber, Silke Hansmann, Roman Kirk, Korbinian Holder, Niklas Schröder (zweite Reihe von links).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Wir haben uns eine klare politische Leitlinie gegeben“, erklärt Bohm die neue Ausrichtung. Damit wollen sie sich auch von dem Vorgänger-AStA, der von der Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) und dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) gestellt wurde, abgrenzen. Dieser hatte einen allgemeinpolitisches Mandat stets abgelehnt. Für die Grüne Hochschulgruppe, Jusos, Die Partei, Basisgruppen-Liste und Schwarz Rot Kollabs, die seit der Uniwahl im Januar die Mehrheit stellen, war genau das ein Hauptthema des Wahlkampfes – und einer der Gründe, warum die neue Koalition überhaupt gewählt wurde, wie Niklas Klepper vom AStA vermutet.

 
Für das kommende Jahr hat sich der neue AStA einiges vorgenommen. So soll schon am 17. Und 18. Juni das „Festival contre le racisme“ auf dem Campus stattfinden. Auch der erneut zu befürchtenden Wohnraumknappheit zum Wintersemester will man begegnen und für einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs werben, wie Sozialreferentin Larissa Freudenberger berichtet. „So kann eine Attraktivitätssteigerung von weiter entferntem Wohnraum, wie zum Beispiel in Rosdorf, erreicht werden.“ Das Ziel müsse sein, dass im Winter nicht wieder Notunterkünfte eingerichtet werden müssen. An bestehenden Serviceangeboten, wie dem Elterncafé oder dem Kinderfest, will die Sozialreferentin festhalten.
Der allgemeinpolitische Anspruch wird auch an anderer Stelle deutlich. So wurden gänzlich neue Arbeitsbereiche, wie das Referat für Flucht und Migration oder das Referat für Gender und Diversity, eingerichtet. „Rechte Strukturen und rechtes Gedankengut machen nicht an der Uni-Grenze halt“, erläutert Außenreferent Hauke Oelschlägel die neuen Schwerpunkte.

 
Der neue AStA gibt sich betont professionell, ahnt aber auch, dass der politische Anspruch nicht überall auf Gegenliebe stoßen wird, wie bei einem Statement von Aljoscha Dalkner, Referent für politische Bildung, klar wird. „Wir wollen auch die eigene Universitätsgeschichte im Nationalsozialismus aufarbeiten“, so Dalkner und meint mit Blick auf die Universitätsleitung, „mal gucken, wie kooperativ das Präsidium dabei sein wird.“

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