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Handeln und Heilen

Göttinger Absolventen Handeln und Heilen

121 Medizinstudenten haben am Sonnabend in der Aula der Göttinger Universität ihr Examen gefeiert. Neben einer Auszeichnung für besonderes studentisches Engagement, standen Ehrungen für Goldene Doktorjubiläen, Promotions- und Habilitationspreis und ein Festvortrag auf dem Programm der Feierstunde.
 

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Göttinger Absolventen der Medizinischen Fakultät feiern ihr Examen

Quelle: Heller

Göttingen. 14 Jahre und viele Wendungen führten Sebastian Bode-Rosche bis zu Entgegennahme seiner Urkunde. Nach dem Besuch der Realschule machte der gebürtige Dessauer eine Ausbildung zum Krankenpfleger, holte über den zweiten Bildungsweg sein Abitur nach und begann dann, seinen Traum zu verwirklichen: Medizin zu studieren und Menschen zu helfen. „Göttingen war eine hervorragende Zeit, ich habe viele nette Freunde kennengelernt“, sagte Bode-Rosche, der sich nun auf Augenheilkunde spezialisieren möchte.

 Zutaten für eine Doktorarbeit

„Eine erfolgreiche Doktorarbeit sollte klinisch relevant sein und im besten Fall überraschende Erkenntnisse liefern“, erläuterte Professor Dr. Martin Oppermann die Zutatenliste für eine gelungene Promotion. Umgesetzt hatte dies Hendrik Oltrogge, dem Oppermann für seine Dissertation den Promotionspreis überreichte. Professor Dr. Ralf Dressel verlieh im Anschluss Privatdozentin Annalen Bleckmann den Habilitationspreis.

Herausforderung ärztliche Verantwortung

Einen Festvortrag über den demographischen Wandel und seine Herausforderungen für die ärztliche Verantwortung hielt die Medizinethikerin Professor Dr. Silke Schicktanz den Absolventen. „Was für ein schöner Beruf“, so Dr. Stephan Bartels, Vorsitzender der Ärztekammer in Niedersachsen: „Wir alle gehen heute als Kollegen aus dem Saal. Handeln Sie und heilen Sie.“

Medizin als Zweitausbildung

Heilen ist auch der Anspruch von Alexa Rüther. Die 28-Jährige machte vor ihrem Medizinstudium bereits einen Bachelor in Biologie: „Aber ich wollte viel lieber mit Menschen arbeiten, als in die Forschung zu gehen.“ Yugo Flunkert absolvierte vor seinem Studium eine Ausbildung zum Rettungssanitäter und fuhr mehr als sechs Jahre Rettungseinsätze: „Das hat schon seinen Vorteil, da ich den Umgang mit Patienten bereits vorher kennengelernt habe.“ Insgesamt elf Jahre Studium gingen mit der Examensfeier auch für Sonja Thole zu Ende. Vor ihrem Studium der Humanmedizin promovierte sie bereits in Zahnmedizin, auch in Göttingen. „Ich möchte mich auf die anspruchsvolle Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie spezialisieren“, erklärte Thole, die seit einigen Wochen am UKW in Hamburg arbeitet.

Konstante Absolventenzahl

Studiendekan Professor Dr. Lorenz Trümper zeigte sich am Rande der Feierstunde zufrieden: Wir haben seit Jahren konstant etwa 100 bis 150 Absolventen pro Semester.“ Besonders freute sich Trümper, dass alle ein kuratives Fach anstrebten. „Wir müssen den Hausarztberuf attraktiver gestalten,“ forderte Trümper, „damit sich Familie und Beruf besser vereinbaren lässt.“
„Ich bin super glücklich, wenn man am Ende gesunde Kinder entlassen kann“, sagte Lisa Moldenhauer, die nach ihrem Examen nun in der Kinderklinik anfängt: „Göttingen ist eine tolle Stadt, mit der perfekten Größe, hohem Freizeitwert und vielen interessanten Menschen.

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