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21:51 19.09.2018
 Hao Luo aus China lebt seit drei Jahren in Deutschland und studiert in Göttingen Quelle: r
Göttingen

„Wir wollen seit Gründung unserer Organisation 1948 in Stockholm durch interkulturellen Austausch den Weltfrieden fördern“, berichtet Alexander Boß (26), der im vierten Semester Betriebswirtschaft studiert. Er selbst reise viel. In diesem Jahr sei er bereits in Estland, Litauen, Ungarn und auf Malta gewesen. Die Kenntnis und die Wertschätzung fremder Kulturen sei in der globalisierten Welt wichtiger denn je.

„Unsere 20-köpfige Gruppe in Göttingen ist multikulturell aufgestellt“, sagt der Student. Ihre Präsidentin, Fernanda Molina, stamme aus Mexiko. Andere Mitglieder kämen aus Litauen, Peru, Russland und Syrien.

Studentin Hao Luo

Aus China stammt Hao Luo, die seit drei Jahren in Deutschland lebt und an der Universität Göttingen Volkswirtschafslehre studiert. „Ich wollte unbedingt einmal in Afrika arbeiten“, erzählt die Studentin. Über Aiesec habe sie einen Praktikumsplatz in einer Grundschule in Ghana erhalten. In der Stadt Wa habe sie sechs Wochen lang Kinder in Mathematik und Musik unterrichtet. Nett und lieb seien die Menschen dort gewesen. Die örtliche Aiesec-Gruppe habe ihre viele Türen geöffnet. „Eine Herausforderung für mich war neben dem ungewohnten Essen der Verzicht auf fließendes Wasser“, bekennt Luo. Sie habe ihren Tagesbedarf an einem Wassertank decken müssen.

Deutscher Akademischer Austauschdienst

„Über unser Angebot informieren wir regelmäßig in der Universität vor Lehrveranstaltungen in kurzen Ansprachen“, berichtet Boß. Das Sprechen vor bis zu 800 Studierenden stärke das Selbstbewusstsein. Praktikumsplätze erhielten auch Nichtmitglieder. Die Altersgrenze liege bei 30 Jahren. Der Deutsche Akademische Austauschdienst gewähre auf Antrag Stipendien. Vor und nach dem Auslandsaufenthalt gebe es jeweils Seminare. Im ersten werde auf den Aufenthalt vorbereitet, im zweiten über die Erfahrungen gesprochen.

Talentmanagement

„Die Organisation der Seminare und der Auslandsaufenthalte liegt in den Händen von zwei Teams in Göttingen“, erläutert Boß. Ein drittes Team kümmere sich um die Buchführung. Schließlich gebe es noch eine Gruppe, die für das Talentmanagement zuständig sei. Sie arbeite wie eine Personalverwaltung, führe Gespräche mit neuen Mitgliedern und unterstütze sie bei der persönlichen Entwicklung.

Private Hochschule Göttingen

„Wer zu uns kommt, verfolgt nämlich in der Regel persönliche Ziele“, erläutert der Student. Einige wollten ihre Englisch-Kenntnisse verbessern, andere Erfahrungen im Bereich Buchführung oder Marketing sammeln. Das Engagement mache sich gut im Lebenslauf. Alle zwei Monate kämen Trainer in ihre Gruppe, die in der Privaten Hochschule Göttingen über einen eigenen Raum verfüge. Dort gebe es dann Schulungen etwa im Zeitmanagement oder in Verkaufstechniken. Die Trainer seien in der Regel selbst Aiesec-Mitglieder oder während früher in der Organisation aktiv gewesen.

Von Michael Casper

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