Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Göttinger Biochemikerin erforscht die Meiose

Melina Schuh Göttinger Biochemikerin erforscht die Meiose

Für ihre Erkenntnisse über die Entwicklung befruchtungsfähiger Eizellen hat Melina Schuh vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, den Binder-Innovationspreis erhalten.

Erforscht Eizellen: Melina Schuh.

Quelle: Fotografin: Irene Böttcher-Gajewski

Göttingen. Damit zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Zellbiologie herausragende Arbeiten im Bereich der Zellbiologie aus.

Schuh, Direktorin am MPI für biophysikalische Chemie, möchte mit ihrem Team der Abteilung Meiose aufklären, wie es bei der Chromosomen-Trennung zu Fehlern kommt und ob sich die Genauigkeit bei diesem Vorgang erhöhen lässt. Meiose wird die spezielle Zellteilung genannt, die eine Eizelle durchläuft, bevor sie befruchtungsfähig ist. Auch will die Wissenschaftlerin herausfinden, weshalb die Fruchtbarkeit der Frau mit dem Alter nachlässt.

Dafür haben die Biochemikerin und ihre Mitarbeiter neue Methoden entwickelt, mit denen sich die Meiose von Eizellen in Säugetieren im Detail untersuchen lässt. Einige bedeutende Ursachen für Fehler während dieses Prozesses konnte sie bereits aufklären. So fand sie heraus, dass sich mit zunehmendem Alter einer Frau die Chromosomen-Architektur in den Eizellen ändert. Dies kann dazu führen, dass die Halbierung des Chromosomensatzes nicht korrekt abläuft und die reife Eizelle zu viele oder zu wenige Chromosomen enthält.

Melina Schuhs Forschungsarbeiten tragen so dazu bei, im molekularen Detail aufzuklären, warum Kinder älterer Frauen häufiger unter Chromosomenanomalien leiden als die jüngerer. Diesen Beitrag zur Grundlagenforschung über die Entwicklung befruchtungsfähiger Eizellen ehrte die Deutsche Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ) mit dem Binder-Innovationspreis, der jährlich vergeben wird und mit 4000 Euro dotiert ist. jes/am

Uni Göttingen begrüßt zum #unistartgoe Studienanfänger