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Göttingen Göttinger Forscher mit Preis ausgezeichnet
Campus Göttingen Göttinger Forscher mit Preis ausgezeichnet
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10:00 25.09.2018
(v.l.) Bernhard Möhring, Robert Mayr und Christian Ammer verleihen den Deutschen Forstpreis an Dominik Seidel Quelle: Max Brasch
Göttingen

Die Eva Mayr-Stihl Stiftung hat den Deutschen Forstwissenschaftspreis an den Göttinger Wissenschaftler Dominik Seidel verliehen. Der Preis wurde während der forstwissenschaftlichen Tagung an der Universität Göttingen überreicht.

Der Deutsche Forstwissenschaftspreis wird alle zwei Jahre an junge Wissenschaftler für herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Waldökologie verliehen. Über die Auswahl der Preisträger entscheiden die vier forstwissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten München, Freiburg, Dresden und Göttingen. Preisträger Seidel ist erst der zweite Göttinger Wissenschaftler, der den Deutschen Forstwissenschaftspreis erhält.

Überreicht wurde der Preis von Prof. Christian Ammer, Leiter des Organisationskommittees, Robert Mayr, Vorstand der Eva Mayr-Stihl Stiftung und Prof. Bernhard Möhring, Dekan der Göttinger Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie. Die Laudatio hielt der aus den USA zugeschaltete Forstwissenschaftler Prof. Klaus Puettmann von der Oregon State University.

„Strukturellen Komplexität im Wald“

Seidel forscht und lehrt an der forstwissenschaftlichen Fakultät, Abteilung für Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen. Seine Forschungsarbeit sei zum Thema der „strukturellen Komplexität im Wald“ entstanden, stellte Seidel seine Forschung in einer Rede vor. Er beschäftige sich mit dem wechselseitigem Verhältnis zwischen Klima, Biodiversität und Wald. Dabei gehe es um die Frage, wie man durch waldbauliche Steuerung, also gezieltes Setzen und Entnehmen von Pflanzen, das Ökosystem im Wald beeinflussen kann. Ein entscheidender Punkt sei dabei die Datenerfassung.

Er arbeite mit sogenannten „3D-Lasermodellen“ des Waldes, erklärte Seidel. Ein Gerät erfasse dabei präzise die Umrisse von Bäumen und anderen Pflanzen des Waldes und am Computer könnten aus den gewonnenen Daten dreidimensionale Modelle erschaffen werden. „Aus Informationen, wie dem Umfang der Baumkrone, wie eng Bäume stehen oder wie ausgeprägt ihre Äste sind, können wir viele ökologisch relevante Parameter herauslesen“, sagte Seidel. „Wir können sogar ins Innere eines Baums schauen, ohne ihn zu fällen.“ Mit seiner Arbeit ließen sich Wälder sehr genau vermessen und analysieren. Außerdem könnten forstwirtschaftliche Fragen, wie eine optimale Raumbesetzung mit Bäumen aussehen könnte, beantwortet werden. In Zukunft werde er sich vermehrt mit der „unterirdischen Dimension“ von Bäumen befassen, sowie der Komplexität von Waldökosystemen.

Von Max Brasch

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