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Göttinger Forscher untersuchen Schmerzempfinden

Studie von Universität und Universitätsmedizin Göttinger Forscher untersuchen Schmerzempfinden

Das menschliche Gehirn gewöhnt sich an den Anblick von Schmerz. Das haben Wissenschaftler der Universität und Universitätsmedizin Göttingen herausgefunden. Die Forscher analysierten die Hirnstrukturen von Probanden, denen Fotos gezeigt wurden, auf denen anderen Menschen akuter Schmerz zugefügt wird.

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Das Hauptergebnis der Studie im Horizontalschnitt (von oben nach unten): Blau eingefärbte Bereiche zeigen die Areale an, in denen die neuronale Reaktion über den Verlauf des Experimentes abnimmt.

Quelle: pug

Göttingen. Empathie – die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Gefühle zu verstehen und nachzuempfinden – ist ein Thema, das zunehmend auch aus neurowissenschaftlicher Perspektive untersucht wird. Frühere Studien haben beispielsweise gezeigt, dass beim Beobachten von Schmerz teilweise ähnliche Hirnstrukturen aktiviert werden wie bei eigenen Schmerzerfahrungen. Wissenschaftler interpretieren diese Aktivierungen als mögliche neuronale Entsprechungen von Empathie.

Mira Preis

Mira Preis

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Diese Entsprechung konnten auch die Göttinger Forscher in ihrer Studie, die in der Fachzeitschrift „Plos One“ veröffentlicht wurde, beobachten. Darüber hinaus untersuchten sie aber auch den zeitlichen Verlauf der neuronalen Reaktionen und überprüften, ob diese sich beim wiederholten Betrachten der Fotos verändern.

„Wir haben herausgefunden, dass die neuronale Reaktion beim wiederholten Betrachten der Fotos abnimmt, bestimmte Hirnareale also habituieren“, erläutert Dr. Mira Preis, Erstautorin der Studie und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie der Universität Göttingen. „Dies ist umso erstaunlicher, weil die Probanden den Schmerz der beobachteten Personen im Verlauf der Untersuchung gleich einschätzten.“

Für Menschen, die regelmäßig mit dem Schmerz anderer Menschen konfrontiert sind, wie beispielsweise Ärzte, Pflegepersonal oder Angehörige von schwer kranken Patienten, könnte diese Gewöhnung eine sinnvolle Reaktion darstellen. „Diese Menschen können sich dann darauf konzentrieren, anderen Menschen zu helfen, ohne durch zu starke Emotionen gelähmt zu sein“, so Wissenschaftlerin Preis.

pug

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