Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Neue Skorpionfliegen

Forschung über Artenvielfalt in China Neue Skorpionfliegen

Trotz ihres gefährlichen Namens sind sie harmlos für den Menschen: Skorpionsfliegen sind langgestreckte Insekten, oft mit markant gestreiften Flügeln. Die Göttinger Gastwissenschaftlerin Meng Wang hat zwanzig bisher unbekannte Arten von Skorpionsfliegen aus Süd-China entdeckt.

Voriger Artikel
Lecture erinnert an Adam von Trott
Nächster Artikel
Neue Krippe für 30 Kinder

Skorpionfliegen haben einen auswärtsgebogenen Stachel, sind aber harmlos.

Quelle: Archiv

Göttingen. Die Fliegen ernähren sich von Blütenpollen oder fressen an toten Insekten und sie sind in der Lage, die Beute von Spinnen aus deren Netz zu fischen. Die Männchen haben einen aufwärts gebogenen Hinterleib, dessen Ende an einen Skorpionsstachel erinnert. Die chinesische Zoologin von der Northwest University in Yangling forscht zurzeit in der Abteilung Morphologie und Systematik der Tiere im Zoologischen Institut der Universität Göttingen. Hier untersuchte sie zwei Jahre lang die Insekten aus der Gattung Neopanorpa, der südostasiatischen Skorpionsfliege. Die Forschung erfolgte in Kooperation mit Prof. Rainer Willmann, Leiter der Abteilung und Direktor des Zoologischen Museums, und ihrem chinesischen Betreuer, Prof. Hua Baozhen.

„Wenn von einer relativ kleinen Gruppe in kurzer Zeit so viele Arten entdeckt werden, wird deutlich, dass noch eine gewaltige Zahl von Arten der Wissenschaft unbekannt ist“, sagt Prof. Willmann. Meng Wang vermutet weitere unbekannte Arten in China. Die Untersuchungen belegen zugleich, wie wenig bekannt die biologische Diversität vieler Regionen noch ist. „Die Erfassung aller auf der Erde existierenden Arten ist die Grundvoraussetzung für das Verständnis der biologischen Zusammenhänge - und die Voraussetzung dafür, dass überhaupt eingeschätzt werden kann, welcher Reichtum durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume verloren gehen könnte“, so Willmann.r

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ausstellung „on/off“ über den Nobelpreis in der Alten Mensa Göttingen