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Göttinger Geologen koodinieren Wasser-Projekt am Jordan

Nutzung der Vorräte Göttinger Geologen koodinieren Wasser-Projekt am Jordan

Wissenschaftler aus mehreren Ländern untersuchen, wie die knappen Wasservorräte im unteren Jordantal besser genutzt und verteilt werden können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat jetzt die finale Projektphase unter dem Titel „Smart-Move“ bewilligt und fördert diese in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 4,5 Millionen Euro. Koordiniert wird das Projekt von der Abteilung Angewandte Geologie der Universität Göttingen.

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Quelle: Archiv (Symbolbild)

Göttingen. Der 250 Kilometer lange Jordan ist der Grenzfluss zwischen Israel und Jordanien. Er durchfließt den See Genezareth, fließt dann über lange Strecken entlang der palästinensischen Autonomiegebiete und mündet schließlich ins Tote Meer. Der Fluss ist die wichtigste Süßwasserquelle der Anrainer. Durch die ständige Wasserentnahme ist der Unterlauf zum Rinnsaal verkommen. „Wir erkunden die zeitliche und räumliche Variabilität von Grundwasser, betreiben die Implementierung von Konzepten zur dezentralen Abwasserbehandlung und zum Grundwasserschutz und planen eine funkgesteuerte Überwachung von Menge und Qualität der Grund- und Oberflächenwasser entlang der steilen und karg bewachsenen Seitentäler des Jordans“, erklärt der Göttinger Hydrogeologe Prof. Martin Sauter, Leiter der Abteilung Angewandte Geologie.

 
Mithilfe von Messungen untersucht das Forscherteam unter anderem die natürlichen Einflüsse auf die Wasservorräte zum Beispiel durch langanhaltende Dürreperioden und starke Niederschläge. Die Ergebnisse dienten als Grundlage für eine effizientere Nutzung, sagte Sauter. So soll etwa geklärt werden, ob das Wasser unterirdisch gespeichert und auf diese Weise besser an den schwankenden Bedarf angepasst werden kann. Mit Blick auf die Verunreinigung durch Abwässer wollen die Wissenschaftler Vorschläge zur Abhilfe erarbeiten. „Wir testen Frühwarnsysteme für Grundwasserquellen und deren Verschmutzungsempfindlichkeit und erstellen wissenschaftliche Grundlagen für einen effektiven Grundwasserschutz“, sagte Sauter. Um den Schadstoffeintrag zu reduzieren, hatte sich das Projekt bereits in den vergangenen Jahren dafür eingesetzt, großräumig dezentrale Kläranlagen zu bauen. Außerdem sollen Produkte deutscher Hersteller, wie zum Beispiel Kleinkläranlagen und Entsalzungsanlagen, für die Anwendung in halbtrockenen Klimaten optimiert werden. sw/epd

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