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Göttinger Mikael Simons erhält Alzheimer-Forschungspreis 2014

Auszeichnung Göttinger Mikael Simons erhält Alzheimer-Forschungspreis 2014

Die beiden Wissenschaftler Stefan F. Lichtenthaler und der Göttinger Mikael Simons teilen sich den diesjährigen renommierten Alzheimer-Forschungspreis der Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung, der mit insgesamt 100.000 EUR dotiert ist.

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Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung geht an Stefan F. Lichtenthaler und Mikael Simons (r.).

Quelle: obs/Hans und Ilse Breuer Stiftung/Kai Gettner

Frankfurt Main. Stefan F. Lichtenthaler arbeitet am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, (DZNE) und an der Technischen Universität München. Mikael Simons ist am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin und an der Universität Göttingen tätig.

Der Preis wurde am 5. November zum zehnten Mal in Folge anlässlich der Eibsee-Konferenz "Zelluläre Mechanismen der Neurodegeneration" verliehen und ist die höchstdotierte Auszeichnung für Alzheimer-Forschung in Deutschland. Da es für Alzheimer und ähnliche Demenzen noch keine effektive Behandlungen gibt und sie deshalb zu den größten gesundheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart gehören, unterstützt die gemeinnützige Hans und Ilse Breuer-Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2000 herausragende Forschung auf diesem Gebiet.

Prof. Dr. Stefan F. Lichtenthaler (geb. 1968 in Karlsruhe) erhält die begehrte Auszeichnung für seine Forschung über Funktion und Regulation von Proteinen - insbesondere Proteasen (molekulare Scheren) - die an neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer- Krankheit beteiligt sind.

Ziel ist es, die Ursachen dieser Volkskrankheiten besser zu verstehen, neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu entwickeln und mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten besser vorhersagen zu können. Prof. Dr. Mikael Simons (geb. 1970 in Helsinki) untersucht die elektrische Isolation von Nervenfasern. Schäden an den Myelinscheiden, wie sie beispielsweise bei der Multiplen Sklerose (MS) vorkommen, führen zu schweren neurologischen Störungen. MS ist eine der häufigsten neurologischen Krankheiten bei jungen Erwachsenen.

Forschung im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit fördern

Die Forschung von Mikael Simons befasst sich mit den Prozessen, die zum Aufbau bzw. der Zerstörung dieser Isolationsschicht führen mit dem Ziel, die Krankheitssymptome abzumildern bzw. möglicherweise sogar zu heilen. "Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung zeichnet mit dem diesjährigen Preis erneut zwei Wissenschaftler aus, deren Arbeit in der Grundlagenforschung möglicherweise eine neue Strategie zur vorbeugenden Behandlung der Alzheimer-Erkrankung aufzeigt", so Prof. Dr. Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Kuratoriumsmitglied der Hans und Ilse Breuer-Stiftung.

Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung wurde im Jahr 2000 von dem Unternehmer Hans Breuer gegründet. Zweck der gemeinnützigen Frankfurter Stiftung ist es, exzellente wissenschaftliche Forschung im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzerkrankungen zu fördern und wissenschaftliche Netzwerke auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung zu unterstützen.

Darüber hinaus fördert die Hans und Ilse Breuer-Stiftung Projekte aus den Bereichen Versorgung, Betreuung und Therapie, die wesentlich dazu beitragen, das Leben von demenziell Erkrankten und ihren Familienangehörigen zu erleichtern und Alternativen in der häuslichen Pflege aufzeigen.Als eigenes Vorhaben betreibt die Stiftung unter dem Arbeitstitel "StattHaus" den Aufbau einer Begegnungsstätte und eines Informationszentrums zum Thema Demenz sowie einer ambulant betreuten Wohngruppe in Offenbach am Main.

eb

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