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Netzwerk für Demenz-Patienten

Göttinger Projekt Netzwerk für Demenz-Patienten

Mit dem Netzwerk Fidem (Frühe Informationen und Hilfen bei Demenz) soll in der Region die Versorgung und Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessert werden.

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Das Fidem-Team: Kathrin Jahn, Holger Nagel, Birgit Wolff, Cathrin Brasse, Claudia Bartels und Heike Weiß (von links).

Quelle: r

Göttingen. Das Göttinger Projekt unterstützt gezielt Hausarztpraxen und will diese mit nicht-ärztlichen Unterstützungsangeboten zusammenbringen, teilte die Universitätsmedizin Göttingen mit. „Häufig sind den Betroffenen die vielfältigen bestehenden Angebote gar nicht bekannt oder sie werden erst angenommen, wenn die Belastungsgrenzen der Ange-hörigen überschritten sind und die Erkrankung weit fortgeschritten ist“, sagt Fidem-Koordinatorin Dr. Claudia Bartels. Die angebotenen Hilfen könnten aber helfen, die Lebensqualität zu erhalten, bei der Bewältigung des Alltags mit der Erkrankung unterstützen und die pflegenden Angehörigen entlasten, so die Psychologin an der UMG-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Hausarztpraxen haben in dem Göttinger Fidem -Konzept eine Art „Schlüsselfunktion“. Als erste und vertraute Ansprechpartner sind der Hausarzt und sein Team diejenigen im Netzwerk mit dem besten Zugang zu Patienten und Angehörigen, heißt es in der Mitteilung der UMG. Die Mitwirkung in dem Projekt entlaste zudem die beteiligten Praxen, weil andere Netzwerkpartner zusätzlich in die Versorgung des Patienten einbezogen werden. Außerdem bekommen Hausarztpraxen ebenso wie alle Mitarbeiter im Netzwerk Schulungen angeboten - zur Optimierung von Praxisabläufen, der Kommunikation mit Demenzkranken sowie zur Stärkung der Kompetenz rund um das Thema Demenz, kündigte das Netzwerk an. Dem gehören an: Vertreter aus der UMG und dem Asklepios Fachklinikum, der Alzheimer-Gesellschaft Göttingen, der Stadt und dem Landkreis Göttingen, und aus dem Diakonieverband sowie Pflegeberatungen verschiedener Krankenkassen und engagierte Ergotherapeuten an. Auf Landesebene unterstützt die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen als Ansprechpartner und Projektträger die Vernetzungsinitiative.

Zu einem ersten Treffen im Juni kamen rund 50 Vertreter aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Neben Hausärzten nahmen Mitarbeiter von Pflegestützpunkten, aus der Pflegeberatung, ambulanten Pflegediensten, Ergotherapiepraxen und Anbieter von niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten (NBEA) aus Stadt und Landkreis Göttingen teil.

Aktuell unterstützt Fidem Göttingen nach eigenen Angaben den Aufbau der ersten sieben regionalen Netzwerke um Hausarztpraxen in der Region. Vier davon sind in der Stadt Göttingen, drei im Landkreis Göttingen. Weitere Hausarztpraxen in Stadt und Landkreis Göttingen sollen dazukommen.

Interessierte Hausärzte, Betroffene und Angehörige erhalten Auskunft von Dr. Claudia Bartels, Koordinatorin Fidem Göttingen, unter der Telefonnummer 05 51 / 39 14 397 oder per Mail an claudia.bartels@med.uni-goettingen.de.

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