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Campus Göttingen Göttinger Nikolaus-Party kommt zurück
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15:00 28.09.2018
Startschuss zur Wiederauflage der Nikolausparty im ZHG (v.l.): Georg Schneider, Benjamin Wolff, Daniel Impellizzeri und Philipp Lange Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Das ist ein echter Hammer: Die Nikolaus-Party im Zentralen Hörsaal-Gebäude (ZHG) kommt zurück. Zuletzt hatte es das Kult-Event im Dezember 2013 gegeben. Zwischenzeitlich galt es als größte Nikolaus-Party Deutschlands; über zweieinhalb Jahrzehnte hinweg kamen jährlich bis zu 10 000 Besucher ins ZHG. Seit jeher war Georg Schneider im Orga-Team dabei. „Wir waren allerdings keine professionellen Party-Veranstalter“, sagt er heute im Rückblick. Und so kam es irgendwann zum vorläufigen Ende der beliebten Veranstaltungsreihe, die 2014 wegen der schweren Erkrankung eines Teammitglieds abgesagt und in der bekannten Form zunächst nicht wieder aufgenommen worden war. Allerdings: „Die Feuerzangenbowle in den Hörsälen hat es auch nach 2013 noch gegeben, nur die große Party hing dann nicht mehr dran“, erklärt Schneider. Im vergangenen Jahr seien immerhin 3600 Besucher zu den vier Vorstellungen gekommen, die auf zwei Tage verteilt wurden. 2016 habe es bereits erste „zaghafte Versuche“ gegeben, auch die große Party wieder aufleben zu lassen. Doch zunächst fand sich kein passender Veranstalter.

Tageblatt und Festfabrik als Veranstalter

Jetzt, fünf Jahre nach dem Aus, steht mit dem Göttinger Tageblatt und seiner Veranstaltungsagentur Festfabrik ein neuer Veranstalter in den Startlöchern. „Wir sind sehr froh, so einen starken Partner im Boot zu haben“, betont Schneider. Benjamin Wolff, Leiter der Göttinger Festfabrik, freut sich schon jetzt sichtlich auf den 8. Dezember: „Das ist schon etwas ganz Besonderes, so eine bedeutende Veranstaltung zurückbringen zu können“, strahlt er. Abgesehen von Zugereisten könne praktisch jeder Göttinger etwas mit der Nikolaus-Party anfangen oder habe zumindest schon mal davon gehört. „Ich bin mir sicher, dass wir sie gemeinsam so wieder aufleben lassen können, dass sie wieder zu einer Instanz in der Göttinger Partyszene wird“, legt Wolff die Latte hoch. Wenn er gemeinsam sagt, dann meint er ein vierköpfiges Projektteam, zu dem neben Wolff und Schneider noch die beiden Freelancer Daniel Impellizzeri und Philipp Lange gehören, die hierfür eigens die „Enjoy! Eventdirektion OHG“ gegründet haben. „Beide bringen jede Menge Erfahrung mit Veranstaltungen im ZHG mit und kennen die Location sehr gut“, betont Wolff. So hätten sie Wiwi-O-Phasen und Juristenfeten erfolgreich dort organisiert. Durch das Engagement der beiden bleibe der Charakter der Party „von Studenten für Studenten“ erhalten – denn diese werden unter anderem eng in die Bereiche Getränkeausschank und Garderobe eingebunden sein.

„Die Feuerzangenbowle“ in vier Hörsälen

Jeder aus dem Projektteam übernehme nun bestimmte Aufgaben, die zur eigenen Expertise passen. So wird zum Beispiel Schneider am Veranstaltungstag für die Filmvorführungen der „Feuerzangenbowle“ in den vier ausgewählten Hörsälen zuständig sein, die sich vom frühen bis in den späten Abend verteilen. Genau wie früher gibt es am Eingang zu den Hörsälen wieder eine „Grundausstattung“ für die Kinogänger, bestehend aus einer Wunderkerze, Heidelbeerwein, einer „Spielanleitung“ für den Film und einem Lebkuchen zur Stärkung. Und dann kann das Filmvergnügen losgehen, aber natürlich erst nach einer Einstimmung durch Nikolaus, Engelchen und Osterhase: „Es wird nicht einfach geschaut, sondern gefeiert“, verspricht Wolff. Wenn die bekanntesten Szenen des Heinz-Rühmann-Klassikers aus dem Jahr 1944 auswendig mitgesprochen und mitgespielt werden, sei Party im Hörsaal angesagt. Und wenn auf der Leinwand jeder Schüler im Chemieunterricht nur „einen wönzigen Schlock“ Heidelbeerwein bekommt, dann stoßen auch die Zuschauer stilecht mit Reagenzgläsern an. Wecker klingeln im richtigen Moment, und Wunderkerzen brennen zum Finale, wenn Pfeiffer (mit drei „f“) endlich das Herz seiner Eva erobert.

GSO auch beim Reboot wieder dabei

Anschließend steigt die Party im Foyer des ZHG. Zu den musikalischen Höhepunkten gehört traditionell der rund einstündige Auftritt des Göttinger Symphonie Orchesters, das auch unter neuer Leitung wieder mit dabei sein wird. Dass „Radetzky-Marsch“ und „Can Can“ zum Repertoire des Abends gehören, dürfte wohl außer Frage stehen. Wolff verspricht darüber hinaus weitere Live-Acts und zudem bekannte DJs aus der Region, die – das ist neu – auf zwei verschiedenen Dancefloors den Partygästen einheizen sollen.

Das Orga-Team (v.l.): Philipp Lange, Georg Schneider, Benjamin Wolff und Daniel Impellizzeri. Quelle: Christina Hinzmann

Und auch wenn die heutige Studentengeneration die Göttinger Nikolaus-Party eher vom Hörensagen kennt, gibt sich auch Urgestein Schneider optimistisch: „Der Name dieser Party ist nach wie vor klangvoll, und die Legenden, die sich darum ranken, positiv wie negativ, machen das Ganze noch immer pikant und würzig“, spielt er unter anderem auf einen falschen Feueralarm und eine fingierte Bombendrohung an – beides sorgte seinerzeit für eine Evakuierung des ZHG. Zum Reboot würde eine Bombenstimmung freilich ausreichen.

Einst die größte Nikolausparty Deutschlands – im ZHG der Uni (Archivbild). Quelle: Peter Heller

Der Vorverkauf für die Nikolaus-Party 2018 startet voraussichtlich zwischen Mitte und Ende Oktober; Details hierzu werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

Von Markus Riese

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