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Peter Lösche gestorben

Göttinger Parteienforscher Peter Lösche gestorben

Der Göttinger Politikwissenschaftler Peter Lösche ist in dieser Woche im Alter von 77 Jahren gestorben. Lösche war vor allem für seine Arbeiten zur Parteienforschung anerkannt und galt als ausgewiesener Amerika-Experte. Einem breiteren Publikum war er aber auch durch Fernsehauftritte als Parteienexperte an Wahlabenden bekannt.

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Peter Lösche

Quelle: Michael Runzer

Göttingen. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaft, Geografie und Philosophie an der FU Berlin, Universität Göttingen und in den Vereinigten Staaten. Er promovierte und habilitierte sich an der FU Berlin und von 1969 bis 1971 war er Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University.

1973 wurde er Professor am Seminar für Politikwissenschaft, Universität Göttingen, seit 1991 auch am Göttinger Zentrum für Europa- und Nordamerikastudien. 2001 wurde Mitglied der Arbeitsgruppe Parteienforschung am Seminar für Politikwissenschaft. Lösche emeritierte 2007. Von 1975 bis 1976 war Lösche stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Von 1972 bis 1999 war er Mitglied der Historischen Kommission zu Berlin. Lösche war seit 1957 Mitglied in der SPD.

Er habe sich der Partei verbunden gefühlt, sich aber nicht davon beeinflussen lassen, so der Vorsitzende der Sozialdemokraten, Sigmar Gabriel, in einem Nachruf auf Lösche am Freitag. „Seine wissenschaftliche Urteilskraft hat diese feste Überzeugung gleichwohl nie beeinträchtigt. Seinen klaren Analysen, die für die SPD mitunter auch unbequem waren, folgten oftmals für die Partei nützliche Debatten und Erkenntnisse“, so Gabriel. chb

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