Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Göttinger Physikochemiker erhält Otto-Hahn-Preis

Prof. Jürgen Troe Göttinger Physikochemiker erhält Otto-Hahn-Preis

Der gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) getragene Otto-Hahn-Preis wird in diesem Jahr an den Göttinger Prof. Jürgen Troe verliehen.

Voriger Artikel
Wissenschaftspreis für Göttinger Nachwuchsforscherin
Nächster Artikel
Der Reiz der Hi-Hat-Beats

Jürgen Troe

Quelle: EF

Frankkfurt/Main. Der Emeritus am Institut für physikalische Chemie der Georg-August-Universität und emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen hat eine Niedersachsenprofessur für Forschung inne.

 
Mit dem mit 50000 Euro dotierten Otto-Hahn-Preis werden vor allem Troes grundlegende Arbeiten zur Reaktionskinetik gewürdigt, die unter anderem helfen, chemische Prozesse in der Atmosphäre und Verbrennungsvorgänge besser zu verstehen, und somit einen wichtigen Beitrag für die Energieforschung und das Wissen um die Luftqualität leisten.

Troe ist einer der weltweit führenden Physikochemiker. In seinen Arbeiten insbesondere zur chemischen Reaktionskinetik und Photochemie widmet er sich sowohl experimentellen als auch theoretischen Aspekten. Seinen Experimenten liegen originelle neue Ideen zugrunde, und so gelangt er durch sorgfältige Analyse der experimentellen Ergebnisse zu neuen Ansätzen in der physikochemischen Grundlagenforschung, die von großem Nutzen auch für die Erforschung der Verbrennungs- und Atmosphärenvorgänge sind.

 
Mit einer großen Anzahl an theoretischen Arbeiten sowie an Laser-Experimenten, die er in der Gasphase und in kondensierten Phasen über weite Bereiche von Temperaturen und Drücken durchführte, hat er mit großem Erfolg vor allem auch die grundlegenden Mechanismen unimolekularer Reaktionen aufklären und beschreiben können.

 
 Troe wurde 1940 in Göttingen geboren. Er studierte Physik und Chemie an den Universitäten Göttingen und Freiburg. Nach seiner Promotion 1965 und seiner Habilitation 1968 in Göttingen war er von 1971 bis 1975 Professor für physikalische Chemie an der École polytechnique fédérale de Lausanne, bis er 1975 an die Universität Göttingen berufen wurde. 1990 wurde er zusätzlich zum Wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft ernannt und zum Direktor am MPI für biophysikalische Chemie berufen. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2008 erhielt er als „Niedersachsenprofessor“ eine Position, die ihm  die Fortsetzung seiner Arbeiten ermöglicht.

 
Die Preisverleihung beginnt am 24. November um 11 Uhr in der Frankfurter Paulskirche. Um 16 Uhr hält Troe an der Frankfurter Goethe-Universität den Preisträgervortrag über die Bedeutung des Elektronenspins in der Reaktionskinetik. chb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Uni Göttingen begrüßt zum #unistartgoe Studienanfänger