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Göttinger Physikstudenten geehrt

Niedersächsischer Wissenschaftspreis Göttinger Physikstudenten geehrt

Gerrit Horstmann, Tobias Orthen und Philipp Stolte-Cord to Krax haben den Wissenschaftspreis Niedersachsen erhalten. Die Jury würdigte die Göttinger Physikstudenten als Team. Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic (Bündnis 90/Die Grünen), zeichnete sie am Donnerstag aus.

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Die Geehrten: Philipp Stolte, Gerrit Horstmann und Tobias Orthen (von links).           

Quelle: r

Hannover. Der Preis für Studierende ist mit 2500 Euro dotiert. Geehrt wurden die Göttinger Physikstudenten vor allem für ihr Engagement im Projekt „Physik für Flüchtlinge“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

„Alle drei Studierenden sind durch besondere akademische Leistungen und gesellschaftliches Engagement aufgefallen“, erklärte Prof. Arnulf Quadt von der Fakultät für Physik, der das Team für den Wissenschaftspreis vorgeschlagen hatte. „Sie haben sehr gute bis beste Studienleistungen erbracht und ihre Abschlüsse mit Bestnoten und Auszeichnung erreicht.“ Sie sind oder waren Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes. Darüber hinaus haben sie sich für die Belange der Studierenden in der Fachschaft Physik der Universität Göttingen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit auf Bildungsmessen wie zum Beispiel der Ideen-Expo und in Schulen engagiert.

Im Oktober 2015 haben die drei Studenten als Mitglieder im Kernteam gemeinsam mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft das Projekt „Physik für Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Im Dezember dann setzten mehr als 1000 Helfer das Projekt bundesweit um und führten mit Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingseinrichtungen täglich kleine Physikexperimente durch. Ziel war es, den Menschen  eine Ablenkung vom Alltag zu bieten und ihr Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen zu fördern. Horstmann, Orthen und Stolte „haben in diesem Projekt durch Aufrufe über Mailinglisten, soziale Medien, Internet und Telefon mehr 1100 Freiwillige und 28 Flüchtlingseinrichtungen für dieses Projekt gewonnen“, berichtete Quadt. Und: „Das Projekt erreichte mehr als 7000 Kinder und hat so einen signifikanten Beitrag zur Willkommenskultur in Deutschland geleistet.“

„Die Freude daran etwas herauszufinden – sie verbindet alle Menschen, unabhängig von Religion, Herkunft, Bildung, Kultur und Geschlecht“ – auf diese Aussage konnten sich die drei Preisträger einigen.

Mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen würdigt das Land Personen, die neben hervorragenden Leistungen in Forschung und Lehre einen wesentlichen Beitrag zur Hochschulentwicklung in Niedersachsen erbracht haben. Zudem werden Studierende geehrt, die sich neben herausragenden Leistungen im Studium in weiteren Bereichen engagieren, beispielsweise in der studentischen Selbstverwaltung oder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Den mit 25 000 Euro dotierten Preis als herausragender Wissenschaftler einer niedersächsischen Universität erhält Prof. Karsten Danzmann. Er ist Direktor des Instituts für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover und Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik. Er entwickelte mit seinem Team einen wichtigen Teil der neuen Messtechnologie für die Gravitationswellen-Detektoren.

Als herausragende Wissenschaftlerin einer Fachhochschule ist Prof. Kathrin Kiehl geehrt worden. Auch dieser Preis ist mit 25 000 Euro dotiert. Kiehl ist Professorin für Vegetationsökologie und Botanik an der Hochschule Osnabrück. Ihre aktuellen Forschungsprojekte befassen sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen wie der Renaturierung urbaner Flächen und dem Einfluss von Klima- und Landnutzungswandel auf Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen natur- und kulturgeprägter Ökosysteme.

Der Preis für Nachwuchswissenschaftler, dotiert mit 20 000 Euro, geht an Prof. Sarah Verhulst von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Verhulst hat eine Juniorprofessur am Exzellenzcluster „Hearing4all“ inne und befasst sich mit der Entwicklung diagnostischer Methoden für die Untersuchung der Funktion des Hörsystems.                

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