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Göttinger Planetenweg wird um Tafel für Pluto erweitert

Neue Heimat Göttinger Planetenweg wird um Tafel für Pluto erweitert

Das Max-Planck-Insitut für Sonnensystemforschung (MPS) wird Teil des Göttinger Planetenwegs. Der Zwergplanet Pluto erhält eine Bronzetafel am Institut. Zusammen mit dem Förderkreis Planetarium Göttingen plant das Institut für Freitag, 17. Juli, Aktionen rund um Planetenweg und Pluto.

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Pluto-Tafel

Quelle: EF

Göttingen. Eigentlich ist der Pluto kein Planet. Bereits vor neun Jahren wurde er wegen seiner eher bescheidenen Größe von nur 2310 Kilometern im Durchmesser zum Zwergplaneten „zurückgestuft“. Ein Platz im Göttinger Planetenweg gebührt ihm und den so genannten transneptunischen Objekte, die mit ihm jenseits des Neptuns um die Sonne kreisen, dennoch. Eine entsprechende Bronzetafel soll nun eine Heimat am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) finden – im richtigen Abstand von der Sonne und den acht Planeten des Planetenwegs. Neben dem Pluto selbst weist die Tafel auch auf die größten seiner vielen Geschwister hin: Haumea, Makemake, Eris und Sedna. Die Tafel wird in die Fassade des Instituts rechts neben dem Haupteingang eingelassen. Am 17. Juli wird die Tafel enthüllt und das MPS und der Förderkreis Planetarium Göttingen (FPG) bieten ein Programm mit der ersten Planetenweg-Radtour zur Pluto-Tafel, Planetariumshow und öffentlichem Vortrag. In seinem Vortrag „Pluto & Co“ berichtet Dr. Hermann Böhnhardt vom MPS über den neusten Stand der Plutoforschung. Und Pluto-Enthusiasten können an der ersten Planetenweg-Radtour zur Pluto-Tafel am MPS teilnehmen. Ab dem Treffpunkt „Erde“ in der Goethe-Allee folgt die Tour per pedale der Flugroute von New Horizons durchs Sonnensystem, um kurz vorm Vortrag am Pluto (und damit am MPS) anzukommen.

 

Seit 2003 sind die mannshohen Bronzestelen des Planetenwegs, von denen jede einem Planeten gewidmet ist, ein fester Bestandteil des Göttinger Stadtbildes – und ein Beispiel für Teamwork. Angestoßen vom Förderkreis Planetarium Göttingen, gestaltet von Reinhold Wittig, unterstützt von der Stadt und finanziert von zahlreichen privaten Sponsoren macht der „Spaziergang durchs Sonnensystem“ auf eindrucksvolle Weise die Entfernungen der Planeten zur Sonne und zu einander erlebbar. Ausgehend von der Sonne, die sich in der Goethe-Allee in der Nähe des Bahnhofs befindet, führt der Weg durch die Göttinger Innenstadt (Merkur, Venus, Erde, Mars und Jupiter), zum Deutschen Theater (Saturn) und über den Eichendorff-Platz (Uranus) weiter bis zur Herzberger Landstraße (Neptun). In der Nähe des Bismarckturms im Göttinger Stadtwald weist eine Tafel, die vornehmlich einen Messstein von Carl Friedrich Gauß markiert, in kurzen Worten auf den Pluto hin.

 

Der Termin ist kein Zufall. Nur wenige Tage zuvor am 14. Juli erreicht die NASA-Raumsonde New Horizons als erste Weltraummission den Pluto. In nur etwa 9600 Kilometern Entfernung soll sie an dem Zwergplaneten vorbeifliegen und erste hochaufgelöste Bilder der fernen Mini-Welt liefern.

 

Von Christiane Böhm

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