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Göttinger Runenforscher Düwel wird 80

Verdienste als Sprachwissenschaftler und um die Erwachsenenbildung Göttinger Runenforscher Düwel wird 80

Klaus Düwel, Sprachwissenschaftler mit Schwerpunkt Runenforschung, wird am 10. Dezember 80 Jahre alt.

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Klaus Düwel, Sprachwissenschaftler mit Schwerpunkt Runenforschung, wird am 10. Dezember 80 Jahre alt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Nach dem Studium in Deutsch, Geschichte und evangelischer Theologie in Göttingen, Tübingen und Wien promovierte er 1965 und habilitierte sich für Deutsche Philologie 1972, 1978 wurde er zum Professor ernannt und lehrte an der Georgia Augusta bis zu seinem Ruhestand 2001.

Düwel prägte die neuere deutsche Runenforschung. Ihm gelang es, 1995 das 4. Internationale Symposium über Runen und Runeninschriften nach Göttingen zu holen. Er nahm Gastprofessuren in Ann Arbor, Bologna, Catania, Austin und Nanking wahr und ist Mitglied schwedischer und österreichischer Akademien der Wissenschaft.

Düwels Forschung und Lehre erstreckte sich auch auf die Gebiete der mittelalterlichen deutschen und skandinavischen Philologie. Sein Schriftenverzeichnis beinhaltet eine heute noch in Lehre und Forschung genutzte Runenkunde, zahllose Lexikabeiträge, Aufsätze und Vorträge bis hin zu der Sammlung seiner Schriften in dem Werk Runica minora, das kürzlich in Wien zu seinem 80. Geburtstags erschienen ist.

Dazu kommen öffentliche Aufgaben, die Düwel übernahm, so von 1977 bis 1994 als Vorsitzender der Volkshochschule Göttingen und 2001 bis 2013 der Universität des Dritten Lebensalters. Er förderte und stärkte den Ausbau und die kommunale Bedeutung dieser Erwachsenenbildungseinrichtungen. Dafür verlieh ihm der Bundespräsident im Jahr 2014 das Bundesverdienstkreuz.

Von Günter Blümel

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