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Göttingen Göttinger Student hilft nepalesischen Kindern
Campus Göttingen Göttinger Student hilft nepalesischen Kindern
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00:17 13.01.2017
In sechs abgelegenen Regionen des Himalaya-Staats unterstützt der Göttinger Verein Namaste Kids Bildungs- und Gesundheitsprojekte. Quelle: r
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Göttingen

Huppert, der Mitte Dezember sein Studium erfolgreich beendet hat und nun seinen Facharzt in Kinderheilkunde machen will, war 2013 als Tourist das erste Mal in Nepal. Im Jahr darauf absolvierte der Student in Pokhara, der zweitgrößten Stadt des Landes, eine Famulatur. Hautnah erlebte er mit, wie Patienten, die sich kein Krankenhausbett und keine Behandlung leisten konnten, unversorgt blieben. Gleichzeitig wuchsen ihm die Menschen, die er als freundlich, offen und fleißig erlebte, ans Herz.

„Ich kann nicht einfach so tun, als ob nichts gewesen wäre“, dachte Huppert während des Rückflugs. Zweimal kehrte er nach Nepal zurück, besuchte neu gewonnene Freunde, erlebte, dass die medizinische Versorgung auf dem Land noch schlechter ist. „Eine Frau, die nach dem Sturz von einem Baum eine Stunde lang bewusstlos gewesen ist, musste von Männern drei Stunden lang zur nächsten Straße, einer Schotterpiste, getragen werden“, erzählt er. Dort nahm ein Jeep die von starken Schmerzen geplagte Frau mit zum nächsten Krankenhaus. Das dortige Röntgengerät war allerdings kaputt.

Um etwas gegen die Not zu tun und vor allem den Kindern zu helfen, gründete Huppert dann mit Kommilitonen den Verein Namaste Kids. Einen Monat später gab es ein schweres Erdbeben im Nepal. Monatelang organisierte der junge Verein Nothilfe, besorgte tonnenweise Reis, Schlafsäcke und Decken für die Obdachlosen. Zwischenzeitlich hat er eine eingestürzte Schule wieder aufgebaut. Eine zweite wird in den kommenden Wochen fertig. Der Verein stellt Lehrmaterialien und kümmert sich um die Trinkwasserversorgung.

„Wir konzentrieren uns auf abgelegene Regionen vom Tiefland bis hinauf in die Berge, wo sonst niemand Unterstützung gewährt“, betont Huppert. 17 Helfer vor Ort, darunter viele Lehrer, unterstützten den Verein. Sie schlagen dem Vorstand Projekte vor und dokumentieren Hilfsleistungen mit Fotos und Videos. Auch Rechnungen werden ins Netz gestellt. Spender erhielten eine Identifikationsnummer und können sehen, wofür ihr Geld verwendet wird.

„Alle operativen Kosten, darunter die Bezahlung der Mitarbeiter oder das Erstellen von Informationsmaterial, trägt der Vorstand,“ sagt Huppert. Er selbst arbeite täglich mehrere Stunden unentgeltlich für den Verein, führe Schriftverkehr, telefoniere mit Mitarbeitern der Namaste Kids Stiftung in Nepal, erstelle Spendenquittungen und betreue die Internetseite namaste-kids.org.

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